1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Konzerte rund um den neuen Flügel im Zeughaus

Neuss : Konzerte rund um den neuen Flügel im Zeughaus

Der neue Steinway-Flügel im Zeughaus bestimmt auch weitgehend das Programm der städtischen Konzertreihe, die am 16. Oktober startet. Aber auch Geigenvirtuosen wie Julia Fischer und Gesangstars wie Philippe Joroussky wurden für Gastspiele in Neuss engagiert.

Die Annahme des Geschenks heute im Kulturausschuss ist wohl nur noch eine Formsache, so dass Kulturreferent Rainer Wiertz schon vor Wochen beruhigt die Reihe der neuen Zeughauskonzerte rund um den neuen Steinway-Flügel planen konnte. Immerhin geht sein Erwerb auf die Initiative einer langjährigen Abonnentin zurück. Maria Elisabeth Thomas hatte 25.000 Euro zusammenbekommen, die als Anreiz für die Jubiläumsstiftung der Sparkasse dienten, den Rest von rund 100 000 Euro zu übernehmen. Offiziell wird der Flügel der Stadt Neuss vom im Neusser Kulturamt gegründeten Verein "Neuss Kultur" geschenkt. Und Wiertz hat ein Programm zugeschnitten, das "den ganzen Kosmos Klavier ausleuchten" wird.

Die ersten Töne wird Evgeni Koroliov dem Instrument entlocken. In einem Sonderkonzert am 16. Oktober zum Auftakt der Konzertreihe und mit einem Meisterwerk der klassischen Musik: den Goldberg-Variationen von Bach. Auch im ersten Abo-Konzert nur drei Tage später steht der Flügel im Mittelpunkt, wird gleich von vier Händen gespielt. Das "GrauSchumacher Piano Duo" präsentiert Schubert und Strawinskys legendäres "Le Sacre du Printemps".

Klassisch romantisch wird es zugehen, wenn Pianist Christian Zacharias am 7. November zu einem Solokonzert nach Neuss kommt. Der preisgekrönte Musiker spielt Klavierstücke von Brahms, Carl Philipp Emanuel Bach und Beethoven. Mit dem Concerto Köln erklingen auch wieder Streichinstrumente im Zeughaus, und sie erfüllen den Saal zudem mit Kirchenmusik. Zusammen mit den Solisten Johannette Zomer (Sopran) und Maarten Engeltjes (Contratenor) präsentiert das Barockensemble am 22. November unter anderem Pergolesis "Stabat mater".

"Ein Konzert der Superlative" verspricht Wiertz mit dem Gastspiel des Quatuor Ebène und Nicolas Altstaedt am Violoncello. Mozart, Borodin und Schubert stehen auf dem Programm am 4. Dezember. Nicht weniger beeindruckend ist der Name des nächsten Gastes: Countertenor Philippe Jaroussky gehört zu jenen Künstlern, hinter denen Wiertz schon lange hertelefoniert. Jetzt wird es am 13. Januar klappen, und der Franzose präsentiert mit Jérôme Ducros am Klavier sein Programm "Opium — Mélodies françaises". Den wichtigsten Ballettkomponisten des 17. Jahrhunderts stellt das Freiburger Barockconsort am 29. Januar vor: Johann Heinrich Schmelzer. Das Klavier kommt noch einmal bei den Brahms-Werken von Shirley Brill (Klarinette), Claudio Bohórquez (Violoncello) und Jonathan Aner (Klavier) am 24. Februar zur Geltung.

Den Schlusspunkt der Konzertreihe setzt schließlich eine Koryphäe unter den Geigerinnen: Julia Fischer, deren Konzert gemeinsam mit Milena Chernyavska am Klavier am 16. März auch nur mit finanzieller Hilfe von 3M möglich wird. Sie spielen Mozart, Brahms, Schubert, Debussy und Saint-Saëns.

(NGZ)