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Neuss: Konradbad: Schließung steht wieder auf der Kippe

Neuss : Konradbad: Schließung steht wieder auf der Kippe

Eltern laufen Sturm gegen die geplante Schließung des Konradbads, und auch die Schulen protestieren gegen die angedachte Schließung, die zu den Vorschlägen der Stadtverwaltung im Rahmen der Haushaltskonsolidierung gehört. Im Sportausschuss legte die Verwaltung nun eine Mitteilung vor, aus der hervorgeht, ob die im Konradbad aktiven Vereine auch alternative Trainingszeiten in anderen städtischen Bädern akzeptieren würden. Mario Meyen kritisierte die Auflistung als unvollständig.

Zum einen seien auch die Schulen nach ihrer Meinung gefragt worden. "Davon lese ich hier kein Wort", sagte Meyen. Desweiteren habe die Verwaltung in ihrer Zusammenfassung der Ergebnisse verschwiegen, dass alle befragten Vereine sich grundsätzlich gegen eine Schließung des Lehrschwimmbeckens St. Konrad ausgesprochen hatten. "Treffsicher ist das nicht", sagte Meyen auch in Hinblick auf die Stellungnahme der Turngemeinde Neuss, die in ihrer Stellungnahme geschrieben hatte, eine Verlegung würde die Auflösung der Schwimmgruppe bedeuten.

Die Verwaltung hatte dies umformuliert und geschrieben, der Verein habe "Bedenken" zur Schließung geäußert. "Wenn dies die Grundlage einer Entscheidung für oder gegen eine Schließung des Konradbads sein soll, taugt sie nichts", fasste Meyen die Meinung seiner Fraktion zusammen. Auch Einwände von Sportdezernent Horst Ferfers, der beklagte, dass einige Vereine die Befragung boykottiert hätten, ließ die CDU nicht gelten. "Die Zustimmung zur Schließung steht unter dem Vorbehalt, dass alle Angebote, sowohl der Schulen als auch der Vereine, in andere Bäder wechseln können", sagte Ingrid Schäfer, stellvertretende Fraktionschefin der CDU.

"Kann dies nicht eindeutig nachgewiesen werden, stimmen wir der Schließung nicht zu."

(NGZ)