1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Kommission lehnt Baum-Rückschnitt ab

Neuss : Kommission lehnt Baum-Rückschnitt ab

Matthias Welpmann, Beigeordneter der Stadt Neuss erklärt: "Wir sind keine Baumverhinderungskommission und können nicht allen Eingaben der Bürger folgen." Und fasste so das Ergebnis der Sitzung der Baumkommission im Botanischen Garten zusammen. Acht Anträge zum Thema "Entfernung und Rückschnitt verschiedener Bäume im Stadtgebiet" lagen der Kommission unter der Leitung des Umweltausschussvorsitzenden Michael Klinkicht (Grüne) zur Entscheidung vor. Ein Silberahorn an der Tillmannstraße wird entfernt, da die Wurzeln in die Abwasserleitungen gewachsen sind und den Gehweg angehoben haben. Jochen Reimertz vom Umweltamt schlug die Neupflanzung eines Feldahorns vor.

Alle anderen Anträge wurden abgelehnt. So bleibt eine Platane an der Schubertstraße stehen, über deren massiven Laubabfall sich Anwohner beschwert hatten. Die Stadt hat die Platane als standsicher und ohne Gefährdungspotenzial eingestuft. Das gilt auch für eine Birke an der Karl-Kreiner-Schule. Belastungen durch Laubabfall und Beschattung waren keine ausreichenden Gründe. Auch überhängende Ästen einer Hainbuche an der Julius-Leber-Straße, die als Ursache für die Vermoosung des Daches ausgemacht wurden, waren keine ausreichenden Eingriffsgründe.

Dagmar Vogt-Sädler, Amtsleiterin für Umwelt und Stadtgrün, gab zu bedenken, dass ein dauernder Rückschnitt zu langfristigen Schädigungen am Baum führe. Eine Kiefer an der Kreuzung Kiefernweg/Erlenstraße bleibt trotz Zapfenbefalls. Das Gleiche gilt für die Bäume "Am Alten Bach" und für zwei Eichen an der von-Waldthausen-Straße. Baumkontrolleure sollen prüfen, ob das Wurzelwerk der Eiche an der Ulmenallee den Abwasserleitungen schade. Dass Äste parkende Autos verschmutzen, müsse als normales Risiko hingenommen werden, so die Kommission.

(keld)