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Kommission beschließt Fällung von 190 Bäumen auf Friedhöfen in Neuss

Baumkommission Neuss : Stadt fällt auf Friedhöfen rund 190 verdurstete Bäume

Die Baumkommission der Stadt Neuss möchte am liebsten jeden Baum erhalten. Doch oft muss sie sich auch mit dem Entfernen von Gehölzen beschäftigen. Doch noch nie war auf einen Schlag über so viele Fällungen zu beraten, wie jetzt.

Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Vor alle auf den städtischen Friedhöfen sind zahlreiche Bäume betroffen und zum Teil nicht mehr zu retten. Die städtische Baumkommission unter dem Vorsitz von Michael Klinkicht (Grüne) verschaffte sich jetzt vor Ort einen Überblick über die Lage und diskutierte, was nun zu tun ist.

Unter dem Strich blieb nichts anderes übrig, als der Fällung von gut 190 Bäumen zuzustimmen, die regelrecht verdurstet sind. Verdurstet, obwohl Friedhofsbäume aufgrund ihrer Standorte in kaum versiegelten Flächen weniger unter Druck geraten sind als zum Beispiel Bäume am Straßenrand.

Besonders stark muss nach Darstellung der Stadt in den Baumbestand auf dem Hauptfriedhof an der Rheydter Straße sowie den Friedhöfen in Grimlinghausen und Rosellen eingegriffen werden. Dort wurden etliche Bäume von den Baumkontrolleuren als abgestorben beziehungsweise absterbend klassifiziert. Unter diesen bilden etwa 60 Birken und 40 Zypressen die größte Gruppe. Aber auch einige Buchen, Eichen und Nadelbäume haben die trockenen Jahre schlecht überstanden.

Eine Gesamtübersicht über alle Bäume im Stadtgebiet, die entfernt werden müssen, ist – mit Angabe des Schadensbefundes – auf der Internetseite der Stadt einzusehen. Diese wird regelmäßig aktualisiert.

Bereits im Frühjahr hat die Stadt mehr als 50 Bäume verschiedener Arten gepflanzt, die besser den sich wandelnden Klimabedingungen standhalten können. Weitere 70 werden im Herbst gepflanzt.

(-nau)