Kommentar zur Sauberkeit an Schulen in Neuss

Kommentar zur Sauberkeit an Neusser Schulen : Die Trägheit des Systems

Stubendurchgang am Freitagmittag: Wer bei der Bundeswehr war, kennt dieses Ritual und seine unmittelbaren Konsequenzen. War nicht ordentlich geputzt, fiel der erhoffte frühe Start ins Wochenende aus.

Mangel erkannt, Mangel abgestellt – und zwar unverzüglich. Nun ist eine Schule keine Kaserne und der Hausmeister kein Unteroffizier. Doch würden sich Schüler, Lehrer und Eltern sicher oft wünschen, wenn beim Thema Dreck an Schulen auch nur annähernd so zügig an der Mängelbeseitigung gearbeitet würde. Was dagegen steht, ist die Trägheit des Systems. Schlampigen Fremdfirmen muss Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben werden, Kündigungen lösen das Problem auch nicht, weil sie ein aufwändiges Ausschreibungsfahren auslösen. Trotzdem ist es richtig, wenn die Stadt jetzt die Zähne zeigt. Genauso zu begrüßen ist die Einrichtung  einer schnellen Einsatztruppe. Bleibt nur zu hoffen, dass die besser funktioniert, als die oft überforderte „Task Force Grün.“

Der Kommentar bezieht sich auf den Artikel
“Stadt greift hart bei der Schulreinigung durch“

(-nau)