Kommentar zur Neubauplänen für die Neusser Schraubenfabrik

Kommentar aus Neuss : Mitwirkung ist entscheidend

Die Stadt will es wirklich wissen. Antwortkarten mit der Aufforderung „Ihre Ideen zum Quartier Bauer und Schaurte“ wurden den Besuchern der Bürgerinformation beinahe aufgedrängt, zudem haben die Neusser erstmals die Möglichkeit, ihre Stellungnahme über eine Online-Plattform auf der Internetseite der Stadt ganz einfach abzugeben.

Warum sollte man das tun? Weil es um ein wichtiges, vielleicht sogar das wichtigste Städtebauprojekt der kommenden Jahre geht. Und weil dazu wirklich jede Idee gefragt ist. Explizit wird um Vorschläge gebeten, wie der historische Gebäudebestand, dessen Erhalt dem Investor auferlegt ist, neu genutzt werden kann. Und es wird nach einem Namen gefragt. Beides ist gleichermaßen wichtig, denn es geht um Identifikation. Bleibt das neue Quartier eine „Pflanzstadt“, oder wird sie ein Teil der Furth – und von den dort lebenden Menschen als Teil ihrer Heimat empfunden? Das wird zum großen Teil von der letztendlich gefundenen Lösung abhängen. Die Diskussion auf die Fassade des Verwaltungsgebäudes und deren Erhalt zu fokussieren, wäre falsch. Zugegeben: Für viele Further ist sie präsenter und vertrauter als das rückwärtig liegende Kesselhaus oder die Sheddachhalle. Aber: Was ist so originell und noch original an diesem Stück Mauer, dass man ihm die Chance opfern sollte, die Further Straße zur Allee zu machen?