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Neuss: Kommentar: Zu Neuss bekennen

Neuss : Kommentar: Zu Neuss bekennen

Wer als leitender Mitarbeiter der Verwaltung oder eines kommunalen Unternehmens in Neuss und für die Neusser arbeiten will, der muss auch bereit sein, in dieser Stadt zu leben. Dabei geht es nicht um formale Residenzpflicht, sondern es geht um Teilhabe am öffentlichen Leben und (ehrenamtliches) Engagement.

Wenn die, die die Neusser verwalten und regieren, nicht mehr mit den Bürgern gemeinsam nach Parkplätzen suchen, an der Metzger-Theke stehen, auf dem Markt einkaufen oder in der Schützenuniform schwitzen, dann wird eine Entfremdung zwischen "wir hier unten" und "denen dort oben" wachsen. Die Forderung nach höherer Präsenz vor Ort richtet sich nicht nur an die Rathaus-Spitze, sondern auch an die Ratsfrauen und -männer. Als Beigeordneter Christoph Hölters, Wohnort Krefeld, im Frühjahr in der "Bürger" sprach, war keiner (!) der 62 Stadtverordneten im Saal – und die wohnen alle in Neuss. Ludger Baten

(NGZ)