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Kommentar – Eltern klagen über sanierungsbedürftige Schulen in Neuss

Kommentar – Schulen in Neuss : Guter Rahmen zum Lernen gefragt

Der Stadtelternrat nimmt seine Sache ernst. Mit viel Einsatz rückt der Vorstand des Gremiums, in dem Vertreter der Schulpflegschaften aller städtischen Schulen sitzen, Missstände, die an Neusser Schulen herrschen, in den Blickpunkt und nimmt Politik und Verwaltung in die Pflicht.

Dass der Vorsitzende des Gremiums, Dirk Jansen, eine Ortsbegehung an den Schulen fordert, um sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen, zeigt, wie ernst ihm sein Ehrenamt ist: Er opfert seine Freizeit, um sich für die Interessen der Schüler (und damit auch der Eltern) einzusetzen.

Das ist keine einfache Aufgabe angesichts der langen Liste an Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die sich beim städtischen Gebäudemanagement stauen. Eltern und Politik sollten an einem Strang ziehen.

Die Bilder aus der Albert-Schweitzer-Schule belegen, wie schlecht es um so manches Gebäude in der Stadt bestellt ist. Wer sich wie Neuss im Selbstverständnis gerne als kinderfreundliche Stadt bezeichnet, der sollte im Interesse der Schüler schauen, dass die Schulgebäude auch wirklich einen Rahmen bieten, in dem Lernen und der Aufenthalt Freude bereiten.

Wenn das Gebäudemanagement mitteilt, eine Mängelmeldung in Sachen Albert-Schweitzer-Schule liege nicht vor, macht das die Sache nicht besser. Im Gegenteil: Man darf auch ohne Meldung eines Mangels aktiv werden.