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Neuss: Kölsche Klänge stimmen auf Weihnachten ein

Neuss : Kölsche Klänge stimmen auf Weihnachten ein

Die "Kölsche Chressdäch" beweist in der Neusser Wetthalle, dass Weihnachten nicht nur besinnlich, sondern auch lustig sein kann.

Ursprünglich wollten Thomas Frings und Andreas Radowski für die "Kölsche Chressdäch" Schnee aus der Skihalle zur Wetthalle bringen lassen. Letztendlich kam der Schnee dann am Wochenende auch ohne Hilfe bei ihnen an. Zwar trafen wegen des Wetters etliche Gäste zum Teil mit erheblicher Verspätung ein, dafür war die weihnachtliche Stimmung perfekt. Abgerundet wurde sie von rotem Teppich, einem winterlich gedeckten Tisch mit fünfarmigen Kerzenleuchtern und einem Tannenwald mit kleinen Häuschen - der "Weihnachts(t)raum Wald".

An drei Tagen kamen jeweils 350 Gäste in die Neusser Wetthalle, um eine stilvolle Weihnachtsfeier zu erleben. Es war die erste Veranstaltung, die Frings und Radowski zusammen organisierten, und beide können das als vollen Erfolg verbuchen. Ursprünglich waren nur zwei Tage vorgesehen, wegen des großen Andrangs wurde ein dritter Termin drangehangen. Bereits im August waren die Tickets fast komplett ausverkauft. Der Erfolg kam auch, weil einige Firmen ihre Weihnachtsfeier in die Wetthalle verlegten. Ihnen bot sich ein schönes weihnachtliches Ambiente. "Die Leute sollen ihren Tag mit der Jacke an der Garderobe abgeben", beschrieb Thomas Frings das Ziel und befand: "Das kölsche Herz wird hier emotional berührt."

Für den Schnee hatte Petrus gesorgt, mit Kerzen und einer Discokugel wurde das ganze ins rechte Licht gerückt. Trotz Discokugel geriet der Abend aber nicht zur hemmungslosen Party, sondern unterhielt auf gehobenem Niveau. Die Gäste konnten den Hunger mit feinem Finger-Food am Buffet stillen und mit einem Sekt anstoßen, bevor das Programm richtig losging. Moderator, Entertainer und Kolumnist Bruno Eichel führte feinsinnig durch die Show. Mit dabei waren unter anderem "Dat kölsche Rattepack", die weihnachtlichen Swing à la Frank Sinatra boten – allerdings mit kölschem Zungenschlag. Musikalische Höhepunkte waren Thomas Küpper mit seinem Akkordeon, Lutz Kniep mit seiner Trompete und die Sänger Dieter Steudter, Dieter Jacobs und Uli Teichman, der den Weg eines Weckmanns besang.

Ganz ohne Instrument unterhielt Achnes Kesulke, "die letzte deutschsprachige Putzfrau vor der Autobahn". Das Programm hatte also durchaus einen karnevalistischen Einschlag. Aber schließlich kommen ja auch Frings und Radowski aus dem Winterbrauchtum, sind im Vorstand der blauen Funken. Ihre Event-Agentur haben die beiden "Karnevalshasen" im Mai gegründet. "Wir wollen neue Wege in der Unterhaltung gehen", sagte Thomas Frings. Für das kommende Jahr haben sie noch einige Ideen. Allerdings wollen sie nicht "der 143. Anbieter von Tanz in den Mai werden", sondern etwas neues schaffen. Eins wissen sie aber sicher: Die Kölsche Chressdäch wird wiederholt.

(NGZ)