Höhner, Brings und „Bläck Föös“ im Neusser Swissotel: Kölner Karnevalstars bei „Blauen Funken“

Höhner, Brings und „Bläck Föös“ im Neusser Swissotel : Kölner Karnevalstars bei „Blauen Funken“

Hochkarätig besetzt war die Bühne im Swissotel vor rund 1300 Gästen. Die "Blauen Funken" hatten unter anderem die Bands Höhner, Brings und "Bläck Föös" für "Kamelle us Kölle" engagieren können.

"Die Blauen Funken aus Neuss am Rhein, die feiern Karneval, klein aber fein." Klein, aber fein, das mag die Karnevalsgesellschaft vor 60 Jahren zu Recht gesungen haben. Zwar bietet die Neusser Karnevalsgesellschaft vom Hoppeditz-Erwachen bis zum Schinkenessen immer noch ein vielfältiges Programm; doch hat sie mit "Kamelle us Kölle" und der "Star Revue" ein Niveau erreicht, das mit den großen Saalveranstaltungen in Düsseldorf und Köln ohne Weiteres mithalten kann.

Wie sich jetzt vor etwa 1300 begeisterten Gästen zeigte, hatte Sitzungspräsident Thomas Frings bei der Geburtstagsausgabe von "Kamelle us Kölle — Die Topstars" mit der "kölschen Elite" auf der Swissotelbühne nicht zu viel versprochen. Stars wie "De Blötschkopp", "Blom un Blömcher", "Klaus und Willi" sowie "Höppemötzjer", Jörg Knör und Guido Cantz komplettierten ein mitreißendes musikalisches Programm, das sicherlich schon jetzt als Höhepunkt des Neusser Sitzungskarnevals bezeichnet werden kann. Ob Ritter und Burgfräulein, Kapitän und Stewardess, Polizist und Gauner, Imker und flotte Bienen — geschunkelt wurde im festlich geschmückten Jupitersaal schon vor dem offiziellen Beginn. So hatten es Bauchredner Klaus und sein Affe Willi leicht, das Publikum einzustimmen. Dem setzte "Der Blötschkopp" Marc Metzger noch einen drauf, indem er vom elterlichen Geschäft vom Brennholzverleih bis zu Kirchenproblemen berichtete.

Stimmungsmagier Jörg Knör — einfach Spitze als Inge Meysel, Helmut Schmidt und Willi Brandt; satirisch zur Großen Koalition und glanzvoll als Komiker Otto. Comedian Guido Cantz fiel mit kleiner und großer Politik etwas ab; "Blom und Blömcher" präsentierten Karneval völlig losgelöst und erinnerten stimmungsvoll an Willi Ostermann.

Nicht zu toppen war das "musikalische Kleeblatt": "Brings", die wilde Truppe mit ihren Ohrwürmern — die reinste Anarchie auf der Bühne. Endlich schunkeln mit den "Höhnern", die "Bläck Föös" mit "Kölsch Jeföhl" und zum Höhepunkt des Abends die "Räuber" mit dem Fazit des Abend: "Wunderbar". Dazu passten die glanzvollen Auftritte der Blauen Funken, der Stadt- und Prinzengarde mit Prinz Hans-Peter I. und der Venetia Jaqueline; die junge Garde der "Höppemützjer" mit temperamentvoller tänzerischer Akrobatik auf höchstem Niveau. Wie gesagt, alles "Wunderbar".

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