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Neuss: Klinik-Verwaltung zieht um

Neuss : Klinik-Verwaltung zieht um

Die Neusser St. Augustinus-Kliniken haben früher als geplant mit dem Auszug aus dem Alexianerkloster begonnen. Gelegenheit dazu bot das Angebot, an der Stresemannallee die zentralen Dienste bündeln zu können.

Der endgültige Auszug der St. Augustinus-Kliniken aus dem Alexianerkloster ist früher in Gang gekommen als ursprünglich geplant. Grund dafür war das Angebot, die Verwaltung dieser Trägergesellschaft von Krankenhäusern sowie von Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe unter einem Dach zusammenzuführen. Ein Jahr früher als gedacht wurden deshalb im Alexianerkloster Umzugskartons ein- und im Haus Stresemannallee 6 wieder ausgepackt.

Dort, am Firmensitz der Focus Clinical Drug Development GmbH, einem forschenden Pharma-Unternehmen, konnten die St. Augustinus-Kliniken 4300 Quadratmeter Bürofläche anmieten. Sie sind dort der größte Mieter der Liegenschaft — und neben Focus der einzige.

Das Angebot ist für den katholischen Kliniken-Verbund eine Gelegenheit, auch den Standort an sich zu arrondieren. Gleich auf der anderen Seite des Europadamms liegt die ehemalige Schokoladenfabrik Novesia, die sich die Augustinus-Kliniken durch Kauf sichern konnten. Was daraus wird, ist allerdings noch offen.

Das Gebäude sei "vollkommen marode", betont Paul Neuhäuser, Sprecher des Vorstandes der Augustinus-Kliniken. Und fast schon Tür an Tür zu dieser Fabrik liegt das Kloster Immaculata, Mutterhaus der Neusser Augustinerinnen und der Stiftung "Cor Unum", dem Träger der Augustinus-Kliniken. "Wir wollten diesen Kontakt zu den Einrichtungen und auch zum Mutterhaus", sagt Vera Thaller, die als Projektbeauftragte den Umzug zu deichseln hatte.

Der vollzog sich seit dem Herbst in Wellen und ist so gut wie abgeschlossen. Einige Einheiten würden noch fehlen, erklärt Thaller, dann seien die etwa 150 Verwaltungskräfte am neuen Standort versammelt.

Ein Teil der Kollegen zieht aus dem Johanna-Etienne-Krankenhaus, einer Einrichtung der Augustinus-Kliniken, an die Stresemannallee. Das schafft damit den Platz, den das Klinikum in der Nordstadt für weiteres Wachstum braucht. Die meisten Mitarbeiter übersiedeln aber aus dem Alexianerkloster in die neue Verwaltungszentrale.

"Die hätten wir eigentlich so schnell nicht gebraucht", betont Thaller. Denn noch sind die Kliniken Mieter im Kloster an der Nordkanalallee. Das allerdings wird sich ändern, wenn nächstes Jahr der Neubau des St. Josef-Krankenhauses, einer psychiatrischen Fachklinik, fertig wird und die psychiatrischen Abteilungen aus dem "Alex" in diesen Neubau verlegt werden. Spätestens danach hätte die Suche nach einem Platz für die Verwaltung beginnen müssen, denn 2014 laufen alle Verträge aus. Dann wird das große Klostergelände bald Baustelle für einen neuen Stadtteil.

(NGZ/rl)