Neuss: Kleine Gärtner in Aktion

Neuss : Kleine Gärtner in Aktion

Kinder der Kita Christ König sowie der Karl-Kreiner- und der Burgunderschule probten am Donnerstag den Beruf des Landschaftsgärtners – ganz spielerisch. Auf dem Tret-Traktor hatten alle Kindergartenkinder viel Spaß.

Kinder der Kita Christ König sowie der Karl-Kreiner- und der Burgunderschule probten am Donnerstag den Beruf des Landschaftsgärtners — ganz spielerisch. Auf dem Tret-Traktor hatten alle Kindergartenkinder viel Spaß.

In bunten Gummilatzhosen und -stiefeln stapfen die Mini-Gärtner über das Betriebsgelände von Werner Mauer. Der Regen vom Morgen hat alles ein bisschen matschig gemacht, aber gerade so macht die Arbeit im Freien erst richtig Spaß. Zumindest diesen Gärtnern, denn es sind Vorschulkinder der Kindertagesstätte Christ König sowie Schüler der dritten und vierten Klassen der Burgunder- und der Karl-Kreiner-Schule. Und sie alle dürfen einen Tag lang baggern, buddeln, Blumen pflanzen. Was für ein Spaß im Matsch.

Im Rahmen der NRW-weiten Mitmachaktion "Kleine Landschaftsgärtner in Aktion" testen Kindergartenkinder und Grundschüler den Beruf des Gärtners. In Neuss gibt der Betrieb Garten- und Landschaftsbau Mauer zwei Tage lang Fünf- bis Sechsjährigen die Möglichkeit dazu. Es gibt verschiedene Stationen, anhand derer den Kleinen der Beruf verständlich gemacht wird. Unter Anleitung der Mitarbeiter werden Blumenkübel bepflanzt, also die kleinen Hände ganz tief in der Blumenerde versenkt, eine kleine Fläche mit Rollrasen angelegt oder bepflastert. Beim Geschicklichkeitsparcours mit einem kleinen Tret-Traktor hat der fünfjährige Max besonders viel Spaß und flitzt um die Pylonen: "Das war toll und außerdem war ich schon ganz oben im Hubwagen und habe gebaggert", sagt er strahlend. Auch die Maschinen lernen die Kinder kennen: Ein Minibagger und einen Rasentraktor dürfen bedient werden, zudem wird die Hubarbeitsbühne bestiegen.

Beate Stolecki, Erzieherin in der Kita Christ König, erklärt: "Die Kinder lernen spielerisch und ganz praktisch den Beruf kennen und lesen nicht nur in Büchern darüber. In der Vorschule werden wir alles noch einmal besprechen und mit Buntstiften zu Papier bringen. Außerdem werden sie viel zu Hause zu erzählen haben." Ganz uneigennützig ist die Aktion nicht, denn die Branche beklagt Nachwuchssorgen. "Wir wollen unseren vielseitigen und interessanten Beruf bekannter machen", sagt Mauer.

Mit rund 40 Mitarbeitern hat er einen der größten Betriebe in Neuss und mitunter Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden. "Die Kinder sollen mit der Aktion Nähe zur Natur aufbauen. Veranstaltungen für Jugendliche, die vor der konkreten Berufswahl stehen, sind in Planung", sagt Mauer. Seine Aufgabe als Chef während der zwei Aktionstage ist es unter anderem, den Pokal an den Sieger des Traktorzeitfahrens zu übergeben. Max steht auf dem Siegerpodest und hält stolz den glänzenden Pokal in den schmutzigen Händen, die viel Erde bewegt haben an diesem Morgen.

(NGZ/ac)