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Klassiknacht am Rosengarten mit der DKN

Konzert der Deutschen Kammerakademie : Klassiknacht mit viel „Sommerzauber“

Zum 18. Mal findet am Rosengarten das öffentliche Konzert mit der Deutschen Kammerakademie statt.

Am kommenden Freitag geht im Stadtpark die 18. Klassiknacht über die Bühne, wie immer veranstaltet von Neuss Marketing mit Unterstützung von 3M. Ab 21 Uhr will die Deutsche Kammerakademie (DKN unter Leitung des Geigers und Dirigenten Christoph Koncz im Rosengarten einen „Sommerzauber par excellence“ bieten, die Moderation macht erneut Daniel Finkernagel.

Gleich der Auftakt zeigt, wohin die Reise an diesem Abend gehen wird: Das kompakte Vorspiel zum dritten Akt des „Lohengrin“, groß besetzt und instrumentiert, führt direkt zu Richard Wagners hochverehrtem Vorbild Carl Maria von Weber, dessen „Freischütz“-Ouvertüre die schönsten Momente der Oper vorwegnimmt. Dazu kommen Felix Mendelssohns jugendlicher Geniestreich zu Shakespeares „Sommernachtstraum“ (ein passender Gruß hinüber zum Globe) sowie Mozarts Auftakt zur „Zauberflöte“, Wagners „Walkürenritt“ und die Glanzlichter aus Peter Tschaikowskys „Schwanensee“ und Igor Strawinskys „Feuervogel“.

 Solistisch ist die DKN-Konzertmeisterin Eva Stegemann mit dem sommerlichen Presto aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ zu hören, und Guido Gorny stellt die tiefen Töne seiner Tuba mit dem rasanten „Hummelflug“ von Nicolai Rimski-Korsakow vor.

Der Dirigent des Abends, Christoph Koncz, derzeit Stimmführer bei den Wiener Philharmoniker, stammt aus einer österreichisch-ungarischen Familie. Mit neun Jahren wurde er weithin bekannt – als er nämlich die Rolle des Wunderkindes Kaspar Weiss in dem Kinohit „The Red Violin“ spielte. Bei der Mozartwoche Salzburg 2013 gab er sein Dirigentendebüt, dem sich zunächst Auftritte in den bedeutendsten Konzertsälen des deutschsprachigen Raums anschlossen, bevor er 2017 beim Memphis Symphony Orchestra seinen US-amerikanischen Einstand gab und bei den renommierten französischen Musiciens du Louvre seinem Interesse an historischen Aufführungspraktiken nachgehen konnte.

Ob der Besucher bei diesem, für ihn kostenlosen Konzertereignis einen Platz auf den Bierbänken findet, sich selbst mit einem Tisch, Kerzenleuchtern und Picknick versieht oder ganz einfach auf dem Rasen unter den Bäumen Platz nimmt – die Magie des „Sommerzaubers“ soll jeden erfassen.

Aus organisatorischen Gründen wird darum gebeten, Fahrräder außerhalb des Veranstaltungsbereiches abzustellen. Feuerzeuge oder Wunderkerzen zum Finale sind gern gesehen.

(NGZ)