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Kita St. Peter in Rosellen mit neuer Leiterin

Karin Pütz-Wisotzki verabschiedet : Wachwechsel in der Kita St. Peter in Rosellen

Karin Pütz-Wisotzki gibt die Kita-Leitung in Rosellen an Astrid Kreuter weiter.

Fast 39 Jahre lang war Karin Pütz-Wisotzki im Katholischen Kindergarten St. Peter in Rosellen tätig. In dieser Zeit habe sich vieles geändert, sagt die Leiterin der Einrichtung an der Brunnenstraße. Doch eines sei gleich geblieben: „die Kinder“. Mit 63 Jahren verabschiedet sie sich zum 30. Juni in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin ist Astrid Kreuter (49).

„Die Kinder sind so neugierig und interessiert wie früher. Daran haben auch die neuen Medien nichts geändert“, betont Karin Pütz-Wisotzki, seit 1988 Einrichtungsleiterin. Bei den Eltern habe sie jedoch eine Veränderung bemerkt: „Früher war es leichter, ihnen zu vermitteln, wie wichtig das freie Spiel für die gesunde Entwicklung ist. Kinder müssen sich draußen bewegen, sie müssen matschen und im Sand spielen.“

Als die Erzieherin im Oktober 1979 ihre Arbeit im Kindergarten neben der Pfarrkirche St. Peter aufnahm, sah es dort anders aus als heute: „Die Gruppenräume lagen im Erdgeschoss, oben war der Pfarrsaal“, berichtet sie. Mit einem großen Umbau und einer Erweiterung ab 2007 änderte sich dies. Die Kinder wurden während der Bauarbeiten für ein Jahr lang in eine Wohnung über dem Rewe-Markt in Allerheiligen ausquartiert, der komplette Kindergarten derweil ins Obergeschoss verlegt, der Pfarrsaal nach unten. „Als wir 2008 zurückkamen, war das Außengelände noch eine Baustelle. Die Eltern waren besorgt, die Kinder fanden es toll“, erzählt sie.

Die Freude an ihrem Beruf hat sie sich bewahrt. Und so gehe sie nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Künftig will sie sich mehr um die Familie und um den Garten kümmern. Vor allem freue sie sich, demnächst mehr Zeit für ihren Enkel Emil zu haben.

Ihr Lebenswerk im Kindergarten habe sie in gute Hände gelegt: Die neue Leiterin Astrid Kreuter hat bereits von 1988 bis 1991 im Kindergarten St. Peter als Erzieherin gearbeitet und kam nach fünf Jahren im Kindergarten in Delhoven und einer Familienphase 1998 zurück. Astrid Kreuter hat neben langjähriger Erfahrung „viel Freude im Umgang mit den Kindern“ und will die Einrichtung in bewährter Weise im offenen Konzept weiterführen. „Wir haben hier keine festen Gruppen“, erklärt sie. Zurzeit besuchen 45 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren die Einrichtung. Sechs davon sind unter drei Jahren.