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Neuss: Kirmes in Speck-Wehl pflegt Tradition des Hahnenkampfs

Neuss : Kirmes in Speck-Wehl pflegt Tradition des Hahnenkampfs

2012, im 175. Jahr der Kirmesgesellschaft Speck-Wehl, errang Dietmar Isken (52) die Königswürde im Doppeldorf, so dass die Bohnenkönigin in diesem Jahr nur einen symbolischen Titel führt. Denn weil es mit Dietmar I. einen König gibt, muss nicht die Bohnenkönigin repräsentieren, wenn Speck-Wehl von Samstag an Kirmes feiert. Ein Höhepunkt der vier Festtage wird das Hahneköppen am Montagnachmittag sein, wenn ein neuer König ermittelt wird.

Das Festprogramm der Kirmestage sieht traditionell eine Feierstunde am Ehrenmal vor, die aber zum ersten Mal seit Menschengedenken nicht am Bilderstöckchen an der L 142 stattfinden kann. Die wurde entfernt — und an der neuen Kapelle, die am Gillbach entsteht, wird noch geplant. Gleichwohl beginnt der Sonntag mit dem Totengedenken, dem sich das Große Frühkonzert anschließt.

In sein Amt eingeführt wird der 52-jährige Installateur Dietmar Isken schon am Samstag im Rahmen einer Messfeier im Festzelt. An seiner Seite wird Ehefrau Marita die Gesellschaft repräsentieren, die überhaupt der Grund dafür ist, dass Isken in Wehl lebt. Denn geboren wurde der König auf der Neusser Furth und verbrachte einen Teil seiner Jugend in Grevenbroich-Neukirchen, wo er sich 1982 dem Zug "Erika" anschloss. Erst 1985 zog er mit seiner Frau in deren Heimatort Speck-Wehl, wo er im Tambourkorps Speck-Wehl von 1948 aktiv ist. Darüber hinaus engagiert sich Isken im Vorstand der Kirmesgesellschaft. Für die trat er im Jubiläumsjahr als Thronbewerber an und sicherte sich schon mit dem zweiten Schlag die Königswürde.

Ehefrau Marita ist in der Dorfgemeinschaft ebenfalls integriert. Unter anderem organisiert sie die Wehler Seniorenfeiern. Gemeinsames Hobby der Iskens sind Reisen, ihr Garten und das Fahrrad-Clübchen. Zur Familie des Kirmeskönigspaars gehört außerdem Sohn Rene.

(-nau)