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Neuss: Kirche bündelt Angebote

Neuss : Kirche bündelt Angebote

Das Diakonische Werk übernimmt zum Jahreswechsel drei Beratungsdienste des Kirchenkreises Neuss-Gladbach in eigene Trägerschaft. Zudem beschloss der Synodalvorstand, dass der Kirchenkreis eine Adresse in Neuss behält.

Die evangelische Kirche in Neuss stellt sich mit ihren Beratungsangeboten neu auf und bildet dabei sogenannte Cluster. Möglich macht die Konzentration bestimmter Angebote die Entscheidung des Kirchenkreises Gladbach-Neuss, sich mit Wirkung zum 1. Januar von seinen Beratungsdiensten zu trennen und diese in die Trägerschaft der Diakonischen Werke in Neuss beziehungsweise Mönchengladbach zu geben. Der Kirchenkreis bleibt aber weiter präsent, betont Superintendent Hermann Schenck. Dazu beschloss der Kreissynodalvorstand in der vergangenen Woche, im geplanten "Haus der Diakonie" in der Neusser Innenstadt Büros anzumieten.

Der Grundsatzbeschluss, zur Übertragung der Beratungsdienste Gespräche mit den Diakonischen Werken aufzunehmen, hatte die Kreissynode schon im April gefällt. Der Kirchenkreis wollte das Heft des Handelns in der Hand behalten und den Übergang in die Zeit, in der — schon jetzt erkennbar — deutlich weniger Einnahmen aus der Kirchensteuer zu erwarten sind, aktiv gestalten. Die Herbstsynode bestätigte den Kurs, nachdem die vier evangelischen Kirchengemeinden in Neuss als Träger des Diakonischen Werkes (DW) einer Übernahme ihrerseits zugestimmt hatten. Den Wandel gestalten: Das heißt, dass sich im Ergebnis wenig ändert. Schenck: "Die Arbeit wird weiter gemacht, wie bisher."

Die Ratsuchenden müssen nur eine andere Adresse anlaufen. Die Arbeitslosenberatung zieht von der Drususallee zum Verwaltungssitz der Diakonie an der Plankstraße. Dort ist — und bleibt — die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie beheimatet. Es gebe "gut Gründe", so Diakonie-Vorstand Christoph Havers, diese Angebote aufeinander zu beziehen, da sie sich oft um die gleiche Personengruppe kümmern.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Diakonische Werk im geplanten "Haus der Diakonie" am Konvent, wohin zuvorderst die Jugendberatungsstelle umzieht. Der Kirchenkreis verdichtet das Angebot, in dem er unter dem gleichen Dach sein Jugendsynodalbüro unterbringt. Als dritte Einrichtung übernimmt die Diakonie Neuss die Familienberatungsstelle Kaarst/Korschenbroich. Die allerdings bleibt am alten Standtort.

Betroffen von dem Wechsel sind in Neuss aktuell 13 Mitarbeiter. Für sie ändert sich nur der Arbeitgeber, betont Synodalassessor Bernd Mackscheidt. Ihre angestammten Rechte bleiben erhalten.

(NGZ)