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Neuss: Kellys im Further Musik-Studio

Neuss : Kellys im Further Musik-Studio

Ein Center für Livemusik soll an der Viersener Straße entstehen. Dorthin verlegen Christoph Hilgers und Reinhardt Hagemeister Mitte Januar ihr Further Musik-Studio. Zu ihren Kunden gehören auch Prominente.

Wenn Joey Kelly und seine Schwester Patricia oder die Rockröhre Anne Haigis ("Ein Kind der Sterne") in Neuss gesichtet werden, sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit gerade auf dem Weg zum Further Musik-Studio. Die Musiker gehören zum Kreis der Kunden, die Christoph Hilgers und Reinhardt Hagemeister in den vergangenen Jahren mit ausgeklügelten Beschallungssystemen ausstatteten. Doch ihr Ladenlokal an der Further Straße, das sie 1990 mit ihrer Musikalienhandlung bezogen, ist schlicht zu klein geworden.

Instrumente und Beschallungssysteme brauchten mehr Platz, ganz zu schweigen von der 1999 hinzugekommenen Further Musikschule, die heute 450 Schüler und 27 Lehrer zählt. Nach dem Umzug an die Viersener Straße sollen es bis zu 700 Schüler werden.

Am neuen Standort, der dank der Nähe zur Autobahn auch für Kundschaft von außerhalb gut erreichbar ist, stehen dem Center für Livemusik Räumlichkeiten auf drei Etagen zur Verfügung: "Die Musikschule ist bereits im Mai von der Adolfstraße ins Untergeschoss an der Viersener Straße gezogen", erzählt Christoph Hilgers. Auf etwa 180 Quadratmetern üben junge Gitarristen, Schlagzeuger, Bläser und Keyboarder in schallgedämmten Räumen unter Anleitung von Lehrern wie Philip van Endert (Gitarre), Patrick Andersson (Schlagzeug), John Emms (Trompete) und Stefan Thiele (Piano).

Ins Erdgeschoss mit 150 Quadratmetern wird die Musikalienhandlung einziehen, und im ersten Obergeschoss soll neben Unterrichtsräumen ein Vorführsaal eingerichtet werden. "Immer wieder laden wir bekannte Künstler ein, die Instrumente namhafter Hersteller vorführen, dazu mussten wir bislang immer in den Further Hof ausweichen", erklärt Christoph Hilgers, der diese Konzerte ebenso wie Workshops künftig regelmäßig anbieten möchte.

Etwa 40 000 Euro haben die Kompagnons, die als Jugendliche ihr Geld mit Tanzmusik verdienten, in den Umbau gesteckt. "Und endlich werden wir ein eigenes Büro haben", freut sich Reinhardt Hagemeister. Vorbei die Zeiten, als Akten und Papierkram auf zwei Quadratmetern hinter der Verkaufstheke zu bewältigen waren.

Angeschlossen ist dem Ausstellungsraum eine Werkstatt, denn Service ist ein weiteres Standbein des Musik-Studios. Seit einigen Jahren hat es sich einen Namen im Marschbereich gemacht: Rund 200 Kapellen und Ensembles lassen ihre Trommeln im Neusser Norden warten und reparieren. "Neben Musikkorps aus dem gesamten Kreis, die zu den Schützenfesten aufspielen, kommen verstärkt Vereine aus dem Kölner Karneval zu uns", sagt Hilgers, der die neuen Geschäftsräume gern präsentieren möchte: "Voraussichtlich werden wir Mitte Februar zum Tag der offenen Tür einladen", kündigt er an.