Karneval in Neuss-Grefrath Zuspruch beim Zug so groß wie vor der Pandemie

Grefrath · Zahlreiche Jecken feierten am Tulpensonntag ausgelassen, sowohl auf den Wagen als auch am Straßenrand. Es gab sogar ein paar kurzfristige Nachmeldungen.

Karneval Neuss 2024: Fotos vom Karnevalszug in Grefrath
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Kreative Kostüme beim Karnevalszug in Neuss-Grefrath 2024

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Foto: Andrea Hanisch

Schon eine Stunde vor Zugbeginn herrschte auf den sich sammelnden Wagen beste Stimmung. Ob bei den wandelnden Bierflaschen und -Gläsern des Neuss-Grefrather Veedelszog oder bei den Glücksbärchis auf dem Wagen der Jordan-Jecken, überall in Grefrath war man bereits während der Vorbereitungen zum Tulpensonntagszug in Feierlaune.

Angeführt von Zugrührer Harald Plum setzte der Zug sich pünktlich um 14.11 Uhr an der Stephanusstraße in Bewegung. Er zog ohne größere Pausen über den Kirchfeldweg und die Lüttenglehner-, Trockenputz- und Vockrather Straße, dann zurück auf die Lüttenglehner Straße und über Niederrhein- und Dycker Straße wieder auf die Stephanusstraße. Passend zum Anlass waren für den Tulpensonntagszug in Neuss-Grefrath ursprünglich genau 333 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, aufgrund kurzfristiger Neuanmeldungen nahmen letztendlich jedoch sogar 344 Jecken am Zug teil. Organisiert waren diese in 13 Gruppen, von denen vier mit je einem großen Festwagen mitzogen. Das Schlusslicht bildete der Elferratswagen der Karnevalsfreunde Grefrath, die den Zug und die sonstigen Karnevalsfeierlichkeiten in Grefrath organisieren.

„Die Teilnehmerzahlen sind etwa so hoch wie noch vor der Pandemie“, sagt Beatrix Bellen, Pressesprecherin der Karnevalsfreunde. Die in den letzten Jahren abgesprungenen Gruppen auf der einen und die Neuzugänge auf der anderen Seite halten sich in ihrer Wahrnehmung die Waage. Insgesamt seien die Erwartungen an die Karnevals-Motivation der Grefrather Jecken sogar übertroffen worden, sowohl im als auch neben dem Zug: „Wir wussten nicht, was kommt“, sagt Beatrix Bellen, „aber wir sind positiv überrascht, dass so viele noch feiern können und wollen!“

In Grefrath gab es dazu bisher auch umfassend Gelegenheit: Am Donnerstag fand zu Weiberfastnacht der Möhneball der Karnevalsfreunde statt, bei dem alle vier Tanzgarden des Stadtteils auftraten. Am Freitag konnten Jugendliche von zehn bis 16 Jahren in einer Jugenddisco ohne Eltern und Alkohol Karneval feiern, am Samstag fand in der Mehrzweckhalle an der Stephanusstraße der große Maskenball mit über 300 Gästen statt, zu dem sich auch vier der Zuggruppen bereits vorstellten.

Trotz des leichten Regens waren die Grefrather Jecken auch auf den Bürgersteigen und in den Vorgärten an der Zugroute zahlreich vertreten, feierten ausgelassen und sahnten nebenbei ordentlich Kamelle ab. Bei aller Normalität klang hin und wieder dann doch ein Echo der Pandemie an; Neben Popcorn und Bonbons flogen auch Taschentücher und Corona-Schnelltests.

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