Neuss: Kardinal Woelki grüßt die "alte Heimat Neuss"

Neuss : Kardinal Woelki grüßt die "alte Heimat Neuss"

Neuss/Rom Ruhig und geduldig steht Thomas Nickel in der Menschenmenge an den Kolonaden des Petersplatzes in Rom und wartet darauf, dass die Sicherheitsposten die Kontrolltore öffnen. Der stellvertretende Bürgermeister aus Neuss ist in diesem Moment nur einer unter tausenden Gratulanten, die den neuen Kardinälen – und unter diesen ganz speziell Rainer Maria Woelki – am Tag des Konsistoriums im Vatikan gratulieren möchten. Woelki, ehemaliger Kaplan an St. Marien in Neuss und danach Weihbischof in Köln, empfängt seine Gäste am vergangenen Samstag gemeinsam mit den weiteren 21 neuen Kardinälen in der Audienzhalle beziehungsweise dem Apostolischen Palast. "Es ist schön, hier in Rom dabei zu sein", sagt Nickel, der bereits am Wortgottesdienst zur Kardinalserhebung teilgenommen hat. Am Mittag hatte die Deutsche Bischofskonferenz in den Campo Santo Teutonico geladen. In der Audienzhalle gratuliert Nickel Kardinal Woelki deshalb bereits zum zweiten Mal und überbringt die Grüße des Kölner Diözesanrates und der Stadt Neuss. Woelki freut sich sichtlich über die Gäste aus "meiner alten Heimat". Nickel verspricht sich viel von Woelki – nicht nur an dessen neuer Wirkungsstätte in Berlin: "Ich hoffe, dass er als junger Kardinal Impulse in der Bischofskonferenz setzen wird."

Trotz der langen Schlange an Gratulanten nimmt sich Woelki für jeden Zeit für ein kurzes Gespräch. Unter ihnen ist auch der ehemalige Neusser Schützenkönig Mario Meyen. Woelki, seit Sommer Erzbischof von Berlin, erkennt ihn sofort: "Sie waren doch in Neuss mal König." Auch Meyens Frau Maria widmet der Kardinal persönliche Worte und lässt sie ihren Bruder Cornel Hüsch grüßen. Ebenfalls unter den ersten Gratulanten: Eduard Rosen und sein Sohn Sebastian aus Woelkis "alter" Pfarre St. Marien.

(NGZ)