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Neuss: Kappeszug wird genehmigt

Neuss : Kappeszug wird genehmigt

Als letzte Dienststelle hat gestern die Feuerwehr das geforderte Sicherheitskonzept unterzeichnet, das danach in Windeseile auch vom Kreis geprüft und akzeptiert wurde. Damit ist der Weg frei für den Kappessonntagszug.

Das Zittern hat ein Ende, der Fall ist geritzt. Heute genehmigt die Stadt abschließend den Kappessonntagszug. Davon ist der Beigeordnete Stefan Pfitzer überzeugt, nachdem gestern die letzte Hürde genommen wurde: Der Kreis als Aufsichtsbehörde akzeptierte das geforderte Sicherheitskonzept ohne nennenswerte Änderungsvorschläge. Ein allerletztes Abstimmungsgespräch auf Dezernentenebene kam gestern nicht mehr zustande. Dienstschluss.

Mit der Feuerwehr hatte am Morgen die letzte Einrichtung, die für die Sicherheit am Kappessonntagszug Mitverantwortung trägt, dem Konzept des Karnevals-Ausschusses (KA) als Veranstalter zugestimmt. Ordnungsamt, Verkehrslenkung und Polizei hatten den Entwurf von KA-Geschäftsführer Carsten Dorweiler gebilligt. Der freut sich vor allem über die Zustimmung der Polizei, denn ohne diese hätte das Konzept auch noch der Bezirksregierung vorgelegt werden müssen.

Mit Sicherheitskonzepten müssen die Organisatoren von Großveranstaltungen überprüfbar belegen, dass sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Das ist die Lehre aus der Duisburger Loveparade-Katastrophe im vergangenen Sommer. Eine Auflage, von der der KA trotzdem vor gut zwei Wochen überrascht wurde. Aber es wurde fertig und 50 Seiten stark, Lagepläne und Anlagen wie die Einsatzbefehle von Polizei und Feuerwehr eingeschlossen. Und das steht drin:

Absperrungen Straßensperrungen, von der Polizei gesichert, sichern den Zug nach außen, innere Absperrungen trennen Zugteilnehmer und Zuschauer an Engstellen.

Zugsicherung Prunk- und Bagagewagen werden von "Wagenengeln" zu Fuß begleitet, damit niemand beim Angeln nach Kamellen überrollt wird. Zudem waren alle Wagen beim TÜV.

Sanitätsdienst Unter der Regie von Peter Zimmermann bieten Johanniter, DRK und Malteser 17 Kranken- und Rettungswagen samt Besatzung auf, setzen Fußstreifen ein, organisieren zwei mobile Unfallhilfestellen. Die Zentrale ist auf dem Freithof, wo auch eine "Kindersammelstelle" eingerichtet wird.

Ordnungsdienst Die Polizei ist präsent, kontrolliert unter anderem gemeinsam mit dem Kommunalen Servicedienst die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen.

Kommunikation Zentral ist das Telefonverzeichnis, in dem Ansprechpartner bei allen Beteiligten aufgelistet sind. Und weil wirklich alle Eventualitäten berücksichtigt werden müssen, wurde auch an den Fall gedacht, dass das Mobilfunknetz ausfällt. Der Zugleiter wird deshalb auch ein Funkgerät haben.

Verantwortlichkeit Das letzte Wort hat Zugleiter Ralf Dienel. Bei Regen oder Sturm entscheidet er allein, ob "dr Zoch kütt".

(NGZ)