Neuss: Kammerakademie spielt Serenaden

Neuss: Kammerakademie spielt Serenaden

Die Kammerakademie gibt am Sonntag ein Matinéekonzert mit Streichermusik und Serenaden.

Am zweiten Tag passierte, was auch passieren mus: Es gab diesen Kick, dieses Gefühl, dass der Durchbruch da ist. Isabelle van keulen strahlt. Die Arbeit mit der Kammerakademie (DKN) im Probenraum das Atelierhauses macht ihr sichtbar Spaß, auch wenn sie zugibt, dass ein Probentag über sechs Stunden konzentriertes Arbeiten nicht ohne ist. Er kostet viel Kraft, aber sie weiß auch, dass es sich lohnt.

Am Sonntag steht das zweite Abo-Konzert unter der Leitung der Geigerin, die als "Artist in Residence" die DKN zwei Jahre lang führen wird, auf dem Programm. Aus London ist sie gekommen, wo die Musikerin mit ihren beiden Kindern wohnt und sich derzeit auch einen Wegzug nicht vorstellen kann. Trotz Brexit. Denn London ist auch Heimat geworden - für ihre dort geborenen Kinder sowieso und obwohl ihr Mann in Hannover lebt -, und der Weg nach Neuss per Flug nur kurz. Dieses Mal passte es sogar, dass die Tochter dabei ist: "In London sind zurzeit Ferien", sagt van Keulen. Dass das Konzert am Sonntag eine Matinée ist, kommentiert sie schmunzelnd mit "Also kein Ausschlafen!", aber lässt sich von Orchestermanager Martin Jakubeit auch schnell überzeugen, dass die Neusser die zwei Matinéen der Abo-Reihe genauso gut annehmen wie die abendlichen Termine.

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Dass das Programm der Zeit angemessen ist, stellt er dabei nicht in Abrede. "Wir spielen am Vormittag zwar Serenaden", sagt er lachend, "aber die sind naturgemäß etwas leichter." Van Keulen hingegen freut sich, dass dieses Konzert im Gegensatz zu ihrem Debüt im Oktober vergangenen Jahres (mit Bläsern) ein richtiges "Streicherkonzert" ist.

Info Markt 44, Sonntag, 18. Februar, 11 Uhr, Einführung um 19.15 Uhr

(hbm)