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Neuss: Kaiserwetter für König Hubert

Neuss : Kaiserwetter für König Hubert

Bei strahlendem Sonnenschein am Sonntagmorgen haben die Further Schützen ihrem König Hubert III. Gummersbach und seiner Königin Diana eine glanzvolle Parade bereitet. Zuvor trafen sich die Schützen zum Festakt im Zelt.

Für Schützenkönig Hubert III. Gummersbach war der persönliche Höhepunkt bereits vorbei, bevor die Parade angefangen hatte. Stolz und mit einem breiten Grinsen begutachtete er wie die Hönesse zum Blumenhörneraufmarsch an ihm vorbeizogen - seine Hönesse. Seit 2001 ist Gummersbach Hönesssprecher im Further Jägercorps. Ein Amt, das man auch als Majestät nicht einfach so ablegen kann: "Dafür fühle ich mich viel zu sehr verantwortlich."

Mit dem feierlichen Festhochamt in St. Josef hatte der Pfingstsonntag für König Hubert und seine Königin Diana bereits am Morgen begonnen. Präses Hans-Günther Korr betonte in seiner Predigt die Verbindung von Pfingstfest und Schützenbrauchtum: "Wo der Geist Gottes weht, kann man sich selbst ausprobieren, besonders im Umgang mit den nächsten", fasste Korr seine Botschaft zusammen.

"Bewahrung des Feuers"

Der Festakt im Zelt begann musikalisch: Der Musikverein "Frohsinn Norf" spielt auf. Anschließend begrüßte Schützenmeister Wilfried Fahle die Gäste. Der Stellvertreter des Bürgermeisters, Thomas Nickel, war ebenso gekommen, wie Jürgen Steinmetz in Vertretung des Landrat und der kürzlich gewählte Neusser Landtagsabgeordnete Reiner Breuer. Neben vielen Vertretern der Bruderschaften im Rhein-Kreis war auch die Neusser Majestät Rainer Halm.

"Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche", rief Präsident Rolf Stein den Schützen zum Auftakt zu und begrüßte zu den "Sommer-Schützenfestspielen" in der Neusser Nordstadt. Thomas Nickel hielt anschließend eine kurze Laudatio auf das Königspaar Hubert und Diana und wünschte, dass für die beiden an diesem Wochenende "ein Traum Wirklichkeit wird".

Der Präsident des Neusser Bürger-Schützenvereins erinnerte zugleich an die Gründung der Further Bruderschaft vor 80 Jahren. Damals hatte der Regierungspräsident in Koblenz die offizielle Erlaubnis erteilt. Nickels Kommentar: "Glauben sie, dass die in Koblenz wussten, wie wir hier feiern?"

Schützenkönig Hubert III. wurde zudem gleich doppelt geehrt. Für seine Verdienste als Hönesssprecher erhielt er den Hohen Bruderschaftsorden. Die Blumenhornträger verliehen ihm den "Goldenen Hönessorden".

Unter Führung von Oberst Heiner Ringes zog das 1821 Mann starke Regiment schließlich zur Parade am glücklichen Königspaar vorbei -der Königszug "Jägerhorn" mit gleich zwei Blumenhörnern.

(NGZ)