Kabäuske-Theaterkreis begeistert mit Aufführung

Kabäuske-Theaterkreis: Kabäuske-Theaterkreis gelingt witzige Inszenierung

„Die Balkon-Szene“ feierte in der 31. Spielzeit Premiere.

Eine Heiratsvermittlung, die sich für die Obrigkeit als Sündenpfuhl darstellt, ein Ehepaar, das keines ist, ein Poet, der sich aus Liebeskummer  vom Balkon stürzen will – der neue Komödienstoff des Kabäuske-Theaterkreises St. Elisabeth und Hubertus hatte in seiner 31. Spielzeit zur Premiere alles aufgeboten, was dem Publikum im ausverkauften Pastor-Bouwmans-Haus wieder einmal einen unterhaltsamen Abend bescherte. Und alles auf Krankenschein, ein Bett voller Gäste, Männer sind auch nur Menschen waren Themen früherer Aufführungen; einziger Kritikpunkt zum neuen Stück wäre der etwas flache Name „Die Balkon-Szene“. „Kanonikus Fitch will heiraten“ oder „Chaos auf dem Heiratsmarkt“ wäre treffender.

Doch was der Name nicht versprach, machte die turbulente Inszenierung wett. Es ging drunter und drüber im Heirats-Vermittlungsbüro von Constance Beauchamp (Petra Tillmann). Was schon mit der chaotischen Ankunft des neuen Hausmädchen Anna-Maria (Britta Verhas) seinen Anfang nahm. Genug der Aufregung, weit gefehlt. Bald taucht Jeremy Grover (Lars Drees) auf, ein schüchterner Hobby-Poet, der sich unsterblich in die Chefin verliebt. Weil er die allgemein gehaltenen Computerbriefe für aussichtslose Klienten derart interpretiert, dass sich Constanze selbst an ihn vermitteln will. Er bedrängt sie derart, dass sie zur Notlüge greift und kurzerhand den eintreffenden Earl of Harpenden (Herbert Streese) als ihren Ehemann ausgibt. Das geht nicht lange gut, denn dessen resolute Ehefrau, die Comtess Sybil von Harpenden (Kirsten Reich), taucht auf und ist entsetzt. Genauso wie Elsie Meadows (Elke Teitscheid) und Kanonikus Fitch (Markus Icking), der auf Empfehlung seines Bischofs die Heiratsvermittlung in Anspruch nehmen will.

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Von Lasterhöhle und Bigamie ist die Rede, was den übereifrigen Sergeant Hill (Benedikt Icking) auf den Plan ruft, der hinter allem kriminelle Machenschaften vermutet. Er muss nicht nicht nur eine Schlägerei schlichten, die mit einem K.O. des Pfarrers endete, sondern sich auch um den Hobby-Poeten kümmern, der sich aus Liebeskummer immer wieder vom Balkon stürzen will. Einzig Diana Pryce (Leona Tauwel), die persönliche Assistentin des Hauses, behält im Chaos den Überblick. Am Ende wird alles gut: Agentur-Chefin und Hobby-Poet kommen sich  genauso wie Kanonikus und Diana sowie Elsie und der Sergeant näher und bei den Lords ist der Haussegen gerettet.  Der Lohn für die großen schauspielerischen Leistungen am Ende langer Beifall des Publikums. Weitere 14 Vorstellungen folgen, Infos unter www.Kabaeuske.de.

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