Kaarst: Halter von beschlagnahmten Kuvasz-Hunden reichen Klage ein

Nach Veterinäramt-Einsatz in Kaarst : Beschlagnahmte Hunde – Halter reichen Klage ein

Nach Abnahme von 18 Hunden durch das Kreisveterinäramt reichen die Besitzer Klage ein.

(jasi) Da hatte der Rhein-Kreis das richtige Gespür. Am Mittwoch gab Kreissprecher Benjamin Josephs unserer Redaktion gegenüber an, dass man mit einer Klage rechne. Nur einen Tag später sollte dies Realität werden: Das Ehepaar, dessen 18 Hunde der Rasse Kuvasz das Kreisveterinäramt am vergangenen Montag beschlagnahmt hatte, hat jetzt Klage beim Verwaltungsgericht in Düsseldorf eingereicht. Der Kreis hat drei Tage Zeit, um dazu Stellung zu nehmen.

Das Kreisveterinäramt hatte am  Montag 18 Hunde an der Grünstraße in Kaarst aus einem Privathaus befreit und in ein Tierheim gebracht. Lediglich zwei Tiere durften bei den Haltern bleiben. Zu dem Einsatz war es gekommen, weil die Halter eine Frist verstreichen ließen, die am Sonntag um 23.59 Uhr ablief. Bis dahin hätte die Zahl der Kuvasz-Hunde auf zwei reduziert werden müssen. Vor Ort wurden nach Kreis-Angaben Zustände vorgefunden, die eine artgerechte Haltung nicht ermöglichen. In einer Tiefkühltruhe wurde zudem ein toter Hund gefunden. Die Todesursache wird aktuell im Chemischen Untersuchungsamt in Krefeld ermittelt.

Bei dem Einsatz, der unter anderem vom städtischen Ordnungsamt und auch von der Polizei unterstützt wurde, kam es auch zu einem körperlichen Angriff. Eine Mitarbeiterin des Kreisveterinäramtes wurde von einem der beiden Halter geschubst. Verletzt wurde sie nicht, behält sich nach Angaben von Kreissprecher Benjamin Josephs allerdings vor, Anzeige zu erstatten.

Dem Einsatz des Kreisveterinäramtes waren zahlreiche Beschwerden von mehreren Nachbarn vorausgegangen, die angaben, durch den nächtlichen Lärm der Tiere krank geworden zu sein. Darüber hinaus stinke es bestialisch. Nachdem es zu den Beschwerden wegen der fraglichen Hundehaltung gekommen war, nahm der Kreis angemeldete und unangemeldete Kontrollen vor und besprach gemeinsam mit den Haltern Lösungsmöglichkeiten. Zudem teilte die Behörde den Besitzern mündliche Auflagen mit.

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