Südbad in Neuss: Junge Frau nach Zehn-Meter-Sprung in Klinik

Südbad in Neuss : Junge Frau nach Zehn-Meter-Sprung in Klinik

Bei einem Sprung vom Zehn-Meter-Turm des Südbades hat sich am Dienstagnachmittag eine junge Frau so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungshubschrauber zur Düsseldorfer Uniklinik geflogen wurde.

Der Hubschraubereinsatz war nach Angaben von Matthias Braun, Geschäftsführer der Neusser Bäder und Eissporthallen GmbH, eine Vorsichtsmaßnahme. Denn weil die Frau neben Kreislaufproblemen und Übelkeit auch über Rückenschmerzen klagte, konnte der Notarzt eine Wirbelsäulenverletzung nicht ausschließen und ordnete vorsorglich den schonenderen Lufttransport an. Wie es der Frau geht, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Die Frau, die in Begleitung ihres Freundes das Freibad besucht hatte, war bei ihrem Sprung nach Auskunft der Leitstelle des Rettungsdienstes auf dem Rücken gelandet. Sie tauchte auf und erreichte aus eigener Kraft den Beckenrand, ergänzt Braun. Dort machte sie sich bei der Aufsicht bemerkbar und klagte über Schmerzen. Sie sollte in den Schwimmmeisterraum gebracht werden, weil dort eine Liege zur Verfügung steht, sackte aber auf dem Weg dorthin zusammen.

Darauf wurde um 17.02 Uhr der Rettungsdienst alarmiert. Der Zwischenfall am Sprungturm war der erste gravierende Unfall dieser Art seit Übernahme der Bäder durch die NBE vor zehn Jahren, sagt Braun. Überhaupt habe noch nie ein Rettungshubschrauber angefordert werden müssen.

Der hohe Sprungturm gilt als Attraktion und wurde beim Umbau des Südbades vor sechs Jahren erhalten. Benutzt werden darf er nur unter bestimmten Regeln und nie ohne Aufsicht, sagt Braun. Nach dem Unfall bleibt das Sprungbecken vorerst gesperrt.

(nau)