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Jugendzentrum „InKult“ Neuss ist stolz auf ein herausforderndes erstes Jahr

Jugendzentrum „InKult“ Neuss : Stolz  auf ein herausforderndes erstes Jahr

Ein besonderes Jugendprojekt feiert Geburtstag: Das „InKult“ des Vereins Interkulturelle Projekthelden wird ein Jahr alt.Aber das war auch wegen der Corona-Pandemie ein ganz spezielles.

Zwischen Furth und Allerheiligen bestehen aktuell  17 Kinder- und Jugendheime, doch nur eines führt den Begriff interkulturell im Namen: Das „InKult“ am Berghäuschensweg. Vor genau einem Jahr wurde es eröffnet und bereicherte die Arbeit des Vereins Interkulturelle Projekthelden um einen offenen Treff.

Dass man Jugendarbeit etwas anders definiert und namentlich die Selbstverantwortung und Mitbestimmung  der Jugendlichen betont, wurde schon bei der Einweihungsfeier deutlich. Denn Anna Rajavi als Jugendsprecherin des Trägers eröffnete das „InKult“ in Gegenwart prominenter Gäste wie Bürgermeister Reiner Breuer oder dem Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe.

Seitdem besuchten viele Kinder- und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 21 Jahren das Jugendzentrum. Das Hauptziel vom Jugendzentrum war und ist es, so Umut Ali Öksüz als Vorsitzender des Trägervereins, jedem Besucher eine Möglichkeit zu bieten, seine Freizeit partizipativ zu gestalten und kreativ zu nutzen. So fanden zahlreiche Projekte mit  Kooperationspartnern wie der Stadtbibliothek, dem Kulturforum Alte Post, dem Theater am Schlachthof, dem  Kinderbauernhof aber auch verschiedenen Flüchtlingsheimen.

Bei den Alltagsangeboten wurde gemeinsam gemalt, gespielt, gebastelt, gekocht und gegessen, sowie verschiedene Medien genutzt, berichtet Öksüz. Pandemiebedingt musste aber auch das „InKult“ für einige Wochen schließen. Trotz der ungewöhnlichen  Situation sei es dem Team gelungen, neue Kontakte zu Kindern und Jugendlichen und deren Familien aufzubauen. Das geschah zunächst digital durch zahlreiche Tutorial-Videos  und virtuellen Treffen im Internet. Sehr großen Anklang fand die digitale Kunstwerkstatt bei den Kindern und Jugendlichen.

Zeitgleich wurden die Räumlichkeiten umgestaltet, um sich den Hygienevorgaben anzupassen. „Neues birgt auch immer Potenzial für Weiterentwicklung. Das haben wir versucht uns zu Herzen zu nehmen,“ sagt Einrichtungsleiter Moritz Ehrentraut. Das Jahr eins in der „Zeitrechnung“ der Einrichtung sei herausfordernd aber dennoch erfolgreich gewesen.

(-nau)