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Rhein-Kreis Neuss: Jobcenter-Telefonnummern im Internet veröffentlicht

Rhein-Kreis Neuss : Jobcenter-Telefonnummern im Internet veröffentlicht

Mehr als 100 Telefonnummern von Jobcenter-Mitarbeitern sind im Internet auf der Seite www.Harald-Thome.de/jobcenter-telefonlisten.html samt E-Mail-Adressen aufgetaucht. Damit ist das passiert, was die UWG-Fraktion im Kreistag befürchtet hat: eine unkontrollierte Veröffentlichung, die die Mitarbeiter unvorbereitet treffen muss. Aber der Antrag der Fraktion, die Mitarbeitertelefonverzeichnisse offenzulegen und Anfragen von Kunden durch feste Sprechzeiten zu kanalisieren, fand keine Mehrheit. "Jetzt können die Kunden zu jeder Zeit bei den Sachbearbeitern anrufen", erklärt der Fraktionsvorsitzende Carsten Thiel. Er fordert deshalb erneut Offenlegung der Rufnummern und Einführung einer Telefon-Sprechstunde. Aber genau das wird nicht passieren.

Mehr als 100 Telefonnummern von Jobcenter-Mitarbeitern sind im Internet auf der Seite www.Harald-Thome.de/jobcenter-telefonlisten.html samt E-Mail-Adressen aufgetaucht. Damit ist das passiert, was die UWG-Fraktion im Kreistag befürchtet hat: eine unkontrollierte Veröffentlichung, die die Mitarbeiter unvorbereitet treffen muss. Aber der Antrag der Fraktion, die Mitarbeitertelefonverzeichnisse offenzulegen und Anfragen von Kunden durch feste Sprechzeiten zu kanalisieren, fand keine Mehrheit. "Jetzt können die Kunden zu jeder Zeit bei den Sachbearbeitern anrufen", erklärt der Fraktionsvorsitzende Carsten Thiel. Er fordert deshalb erneut Offenlegung der Rufnummern und Einführung einer Telefon-Sprechstunde. Aber genau das wird nicht passieren.

Genau genommen werden vier Dinge nicht passieren, kündigte Kreis-Sozialdezernent Jürgen Steinmetz an. Es wird keine Offenlegung nach außen geben, aber auch keine Änderung der Telefonnummern oder E-Mail-Adressen. Man werde gegen die Veröffentlichung im Internet nicht vorgehen und das Thema auch nicht mehr politisch diskutieren. "Das Thema ist totgeritten", sagt er nach vielen Debatten.

Hintergrund der UWG-Forderung ist ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Leipzig, dass das dortige Jobcenter so zwang, die Durchwahlnummern öffentlich zu machen. Dort — wie auch im Rhein-Kreis — ist den Jobcentern ein Callcenter vorgeschaltet. "Von dem Callcenter kommen wir nicht mehr weg", sagt Steinmetz. Die Erreichbarkeit des Jobcenters sei für die 30 000 Kunden dadurch aber eher besser geworden.

(-nau)