Tödliche Messerattacke in Neuss: Jobcenter-Mitarbeiter gedenken Kollegin

Tödliche Messerattacke in Neuss : Jobcenter-Mitarbeiter gedenken Kollegin

Mit einer Schweigeminute gedenken am Freitag bundesweit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Arbeitsagenturen und Jobcentern ihrer Kollegin Irene N., die am Mittwoch im Jobcenter Neuss durch einen Messerangriff eines Kunden tödlich verletzt wurde.

Um neun Uhr werden auch Verwaltungsrat und Vorstand der BA bei der regulär stattfindenden Verwaltungsratssitzung innehalten, um die verstorbene Kollegin zu würdigen und ihre Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen.

Vorstandsmitglied Heinrich Alt: "Wir alle stehen unter dem Eindruck der gestrigen Tragödie. Ich betone nochmals, dass nichts eine solche Tat rechtfertigen kann. Die in sozialen Netzwerken und Internetforen aufgeworfene Diskussion, ob der Täter zu Recht gehandelt haben könnte und seinerseits sozusagen Opfer ist, ist beschämend. Es gibt keine Frage, wer in diesem Fall Täter und wer Opfer ist. Auch einige Rückfragen bei der heutigen Pressekonferenz der Polizei und Staatsanwaltschaft in Neuss zeigen mir, dass nach einem entschuldbaren Motiv gesucht wird. Für alle unsere Kolleginnen und Kollegen, die täglich unter schwierigen Bedingungen ihre Arbeit machen, die häufig beleidigt und bedroht werden, sage ich: Jedem Versuch der Relativierung stellen wir uns mit aller Kraft entgegen."

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat die tödliche Messerattacke auf eine Arbeitsvermittlerin in Neuss als "abscheuliches Verbrechen" verurteilt. Es sei "durch nichts zu rechtfertigen", sagte von der Leyen am Donnerstag in Berlin.

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