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Neuss: Interkulturelle Woche startet im Rathaus

Neuss : Interkulturelle Woche startet im Rathaus

Interkulturell heißt nicht, dass brisante Themen völlig ausgeblendet bleiben. Im Gegenteil. Einander ganz zu verstehen gelingt nur, wenn auch Konfliktlagen klar benannt werden.

Genau deshalb findet sich auch eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über die muslimische Bewegung der Salafisten im Programm der "Interkulturellen Woche", die heute beginnt und die der Arbeitskreis Integration der Migranten in der Stadt auf die Beine gestellt hat.

"Herzlich willkommen — wer immer du bist" ist das Motto dieser Veranstaltungsreihe, die — bezeichnenderweise — erst am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, mit einer Veranstaltung in der Derikumer Moschee endet. Die verbindet das mit einer Einladung zum Tag der offenen Tür.

Die Veranstaltungsreihe in Neuss ist eingebettet in eine bundesweite Aktionswoche, an der sich mehr als 450 Städte, Gemeinden und Landkreise beteiligen. In Neuss steht der Arbeitskreis dabei nicht allein, sondern wird von der Stadt, den Sozialverbänden AWO, Diakonie und Caritas, Kultureinrichtungen wie dem Theater am Schlachthof oder dem Off-Theater aber auch kleinen Initiativen wie dem Verein SUM (Verein zur Förderung von Sprache und Mehrsprachigkeit) unterstützt.

Wer als Flüchtling oder als Arbeitsmigrant nach Deutschland einreist, so das gemeinsame Ziel all dieser Kooperationspartner, soll erfahren, dass er willkommen ist und seine Herkunft, Kultur, Religion als Teil seiner Persönlichkeit akzeptiert werden.

Offiziell eröffnet wird die Woche heute Abend mit Musik der Band Zele Mele, die ab 17 Uhr im Rathaus zu hören ist. Gleichzeitig wird auch eine Fotoausstellung zum Thema "Freundschaften" mit Arbeiten von Eva-Maria Noack eröffnet.

Um Kopfbedeckung bei christlichen und muslimischen Frauen geht es am Dienstag ab 9.30 Uhr beim interreligiösen Dialog im Caritashaus International an der Salzstraße. Dort ist tags darauf der Salafismus Thema. Eine Bewegung, die mit dem Besuch eines ihrer Prediger bei der muslimischen Gemeinde in Weckhoven für Schlagzeilen gesorgt hatte.

(NGZ)