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Neuss: Interesse an "grünen" Autos

Neuss : Interesse an "grünen" Autos

Der 42. Neusser Autosalon war genauso gut besucht wie in den Vorjahren. Für die rund 20.000 Besucher gab es viel entdecken. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Thema Energieeffizienz und dem Kraftstoff E 10.

Gutes Wetter, Wochenendeinkäufe, Bundesliga und die Katastrophe in Japan. Viele Gründe machten die Händler des Neusser Autosalons für den geringen Besucherandrang am Samstag aus. Für den Sonntag rechnete man mit mehr Besuchern, schließlich war beim Neusser Autosalon auch in den Vorjahren am Sonntag mehr los gewesen. Und tatsächlich tummelten sich die Besucher – rund 20.000 – in der Neusser Stadthalle. Die Beteiligten sind mit der größten Automesse am linken Niederrhein zufrieden.

Form der Mittelstandsförderung

"Der Autosalon war wie jedes Jahr ein beachtetes Ereignis in und um Neuss", sagte Stephan Meiser, Direktor Unternehmenskommunikation der Sparkasse Neuss, die den Autosalon zum 42. Mal veranstaltete. "Wir betrachten die Messe als Form der Mittelstands- und Wirtschaftsförderung." Und wieder einmal hatte sich die Sparkasse einiges einfallen lassen. So konnten die Besucher zum Beispiel gegen eine Spende von einem Euro, die der Bürgerstiftung Neuss zugutekommt, in einem roten Doppeldeckerbus eine Rundfahrt durch Neuss machen.

Mit 40 Ausstellern und 140 Fahrzeugen war das Messeangebot gewohnt breitgefächert. Auch die NGZ war mit einem Stand vertreten, an dem Magier Müller vor allem die jüngeren Gäste mit Zaubertricks in seinen Bann zog. Besondere Höhepunkte des Autosalons waren aber die Deutschlandpremiere des 6er Kabriolet von BMW und die Ausstellung des Lexus CT 600h, der erst ab Samstag, 19. März, zu kaufen ist. Als Vollhybrid leistet der Lexus einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen. So stößt der CT 600h auf 100 Kilometer nur 94 Gramm aus. Lexus nutzt dabei die Technologie von Toyota.

Der Marktführer auf dem Gebiet wartet mit einem noch umweltschonenderen Fahrzeug auf: dem Toyota Auris Hybrid (89 Gramm Kohlendioxid auf 100 Kilometern). Doch auch Mercedes präsentiert einige Energiesparmodelle. "Wohin der Weg geht, ist unbekannt", sagt Mercedes-Händler Jost Hagemann. Allerdings sei die Nachfrage nach den wirklichen Energiesparmodellen bei Mercedes gar nicht vorhanden, so Hagemann.

Viel gefragt wurden die Händler auch zum Aufreger-Thema der vergangenen Woche: dem Kraftstoff E 10. Die Leute seien sehr verunsichert, obwohl die meisten Wagen gar nicht betroffen seien, so Autohändler Hagemann.

(NGZ)