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Neuss: In Neuss können sich Paare jetzt im Stadtarchiv das Ja-Wort geben

Neuss : In Neuss können sich Paare jetzt im Stadtarchiv das Ja-Wort geben

Auf einem Schiff, in einem Keller, im Museum, natürlich im Rathaus, auch im Norfer, auf der Insel Hombroich oder der Raketenstation und seit neuestem auch im Stadtarchiv – wer sich in Neuss das Ja-Wort geben möchte, kann das an ganz unterschiedlichen Orten machen.

Auf einem Schiff, in einem Keller, im Museum, natürlich im Rathaus, auch im Norfer, auf der Insel Hombroich oder der Raketenstation und seit neuestem auch im Stadtarchiv — wer sich in Neuss das Ja-Wort geben möchte, kann das an ganz unterschiedlichen Orten machen.

Und dennoch: "Die meisten wählen das Trauzimmer im Standesamt", sagt Birgit Weyer, stellvertretende Abteilungsleiterin. Dabei bietet auch das Neusser Rathaus noch zwei weitere Möglichkeiten an: zum einen das alte Bürgermeisterbüro, das sogenannte Sels-Büro, zum anderen die Alte Schmiede.

Grundsätzlich können die zukünftigen Eheleute viele Orte für die Zeremonie wählen. Sie müsse aber "in einem würdigen Rahmen" stattfinden, erklärt die Standesbeamtin. Und das sei keinesfalls die Kneipe um die Ecke oder der Chinese, zu dem man oft essen gehe. Auch Gärten werden in Neuss nicht akzeptiert. Schiffe schon, aber nur dann, wenn sie auch in Neuss vor Anker liegen. Immer mal wieder gewählt werden das Clemens-Sels-Museum und der Gewölbekeller im Haus Rottels. Dazu kommt nun das Stadtarchiv. Birgit Weyer selbst hat bereits auf der Insel Hombroich ein Paar getraut — im Graubner Pavillon. Auch das alte Rathaus in Norf erfreue sich als Trauungsort steigender Beliebtheit.

Dabei sind die Kosten ganz unterschiedlich. So müssen zwar bei den städtischen Einrichtungen außerhalb des Rathauses keine Gebühren für die Örtlichkeit bezahlt werden, wohl aber dafür, dass der jeweilige Standesbeamte seinen eigentlichen Arbeitsplatz im Rathaus für die Trauung verlassen muss. Muss er dann den Bus oder das Taxi nehmen, zum Beispiel, um nach Norf zu kommen, sind 50 Euro fällig, ist er "nur" zu Fuß unterwegs, kostet das das Brautpaar 25 Euro. Diese Kosten kommen wohlgemerkt hinzu, denn zahlen müssen die Eheleute in spe auf alle Fälle mindestens 81 Euro bei der Anmeldung. "81 Euro dann, wenn beide die deutsche Staatsangehörigkeit haben und einen gemeinsamen Namen tragen", erklärt Weyer. Die einfachste Variante. Weitere Kosten kommen also bei unterschiedlicher Staatsangehörigkeit sowie unterschiedlichen oder Doppelnamen hinzu, da mehr Unterlagen benötigt werden. Und wer gern ein Stammbuch hätte, muss auch dafür zahlen.

(NGZ)