In Neuss gestalten Ehrenamtler das Programm zum Tag des offenen Denkmals

Neusser Woche - Tag des offenen Denkmals in Neuss : Ehrenamtler sind auf sich allein gestellt

Stell’ Dir vor, es ist Denkmal-Tag, und keiner merkt es. Die Ehrenamtler gestalten morgen das Programm, ganz ohne professionelle Unterstützung.

Heimat hat Konjunktur. NRW hat erstmals eine Heimatministerin; in Neuss ist ein Heimatpreis ausgelobt. Bewerbungen sind bis zum Freitag (13.) möglich. In diesen Kontext passt der Tag des offenen Denkmals, den die Stiftung Denkmalschutz ausgerufen hat. Wer mag, der kann sich am Sonntag zum Thema Heimat inspirieren lassen. Kreisweit machen sechs Städte mit; nur Jüchen und Rommerskirchen verzichten.

Die große Kreisstadt Neuss offeriert ihren 160.000 Einwohnern und auswärtigen Gästen sechs Angebote – vom Botanischen Garten und Epanchoir über den Wasserturm in Norf und das Modell Castrum Novaesium bis zur Alten Erlöserkirche in Reuschenberg und Christuskirche in der City. Die Nordstadt mit 40.000 Menschen bleibt ein weißer Fleck. Eine thematische oder geografische Sortierung ist nicht zu erkennen. Vielmehr scheint das Prinzip Zufall das Programm zu diktieren.

Schelte für die Ehrenamtler, die sich engagieren, verbietet sich. Sie investieren Zeit, Kraft und vermutlich Geld, um den Besuchern ungewöhnliche Einblicke zu ermöglichen, die zu spannenden Entdeckungen führen können. Dabei sind die Ehrenamtler auf sich allein gestellt, obwohl sie professionelle (PR-)Hilfe verdient hätten. Warum ist von ZIN, Verkehrsverein oder Neuss Marketing nichts zu sehen und zu hören? Die Homepage der Stadt informiert noch über das Programm zum Denkmal-Tag des Vorjahres.

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