Neuss: Immobilien werden teurer

Neuss : Immobilien werden teurer

Die Nachfrage nach Häusern und Eigentumswohnungen in Neuss steigt. Das schlägt sich auch in den Preisen nieder. Häuser und Wohnungen sind teurer geworden. Preiswert sind nach wie vor Wohnungen in einfacher Lage.

Die Nachfrage nach Immobilien steigt. Vor allem in den größeren Städten und Ballungszentren. Auch in Neuss steigt das Interesse an Immobilien. Die Gründe liegen auf der Hand: "Euro-Krise und Inflationsangst treiben die Deutschen verstärkt in Immobilien", sagt Alexander Busch, Geschäftsführer der Peter Busch Immobilien GmbH. Auch das historisch niedrige Zinsniveau trage zu der günstigen Entwicklung bei.

Der Drang zur Immobilie schlägt sich auch in den Preisen nieder. Die Preise für Immobilien werden in Neuss in fast allen Wohnlagen steigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Neusser Immobilienbörse, ein Interessenverband von qualifizierten Immobilienmaklern und Hausverwaltern, zu denen auch Busch gehört. Die Immobilienbörse hat die Preise für den Neusser Grundstücks- und Wohnungsmarkt für das Jahr 2012 berechnet.

"Häuser in Neuss sind teurer geworden. Das liegt daran, dass es in der Stadt wenig Baugrundstücke gibt", sagt Busch. Auch die Nachfrage und damit die Preise für Eigentumswohnungen steigen.

Während man für eine Eigentumswohnung in guter Lage in Düsseldorf 3200 Euro pro Quadratmeter zahlen muss, kostet der Quadratmeter in Mönchengladbach 1250 Euro. In Neuss werden 1700 Euro pro Quadratmeter fällig. "Wir nähern uns im Preisniveau langsam Städten wie Düsseldorf und Köln an", sagt Busch. In Neuss seien vor allem das "Dichterviertel", Gnadental, die Drususallee oder der Stadtgarten beliebt. Auch Häuser und Eigentumswohnungen mit Rheinblick sind sehr gefragt.

Den Wert von Eigentumswohnungen in einfacher Wohnlage dagegen sehen die Makler weiter im Sinkflug. "Es ist schwer, diese an den Mann zu bringen", sagt Immobilienmakler Karl-Josef Matheisen. Dazu gehören etwa Eigentumswohnungen wie die an der Görlitzer Straße. "Dort gibt es viele Wohnungen aus den 1960er und 70er Jahren, die nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen", begründet Matheisen. Ausstattung und Lage beeinflussten den Preis enorm.

Bei den Wohnimmobilien im mittlerer Wohnlage zeichnet sich ein neuer Trend ab: "Die Leute investieren nicht mehr, um selbst einzuziehen, sondern um die Immobilie zu vermieten", sagt Karl-Josef Matheisen. Immobilien seien in unsicheren Zeiten die ideale Geldanlage. Allerdings müsse die Wohnlage stimmen. "Sie ist das A und O für die künftige Wertentwicklung."

Die Preise für Büro- und Ladenmieten dagegen bleiben in Neuss stabil. "Das befürchtete Ausbluten der Innenstadt durch das fertiggestellte Rheinpark-Center ist ausgeblieben", sagt Busch. Gerade bei größeren Läden in mittlerer Lage sehen die Makler eher noch einen Trend nach oben. Es habe zwar Umsatzverluste in der Innenstadt gegeben. "Die sind jedoch nicht so schlimm wie befürchtet", sagt Busch. Die Händlergemeinschaft ZIN mache gute Arbeit.

(NGZ)