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IHK: Vollsperrung der Fleher Brücke in Neuss künftig vermeiden

Straßenverkehr in Neuss : IHK: Vollsperrung der Fleher Brücke künftig vermeiden

Nach der Begehung der Fleher Brücke mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, der am Dienstag über die Sanierungsarbeiten berichtete, hat sich nun auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) in einer Mitteilung zu Wort gemeldet.

„Die Anpassung der Leistungsfähigkeit des Straßennetzes an die wachsenden Güterverkehre und Mobilitätsbedürfnisse der Menschen muss ein ständiger Prozess des Straßenbaues sein“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Dies sei in den vergangenen Jahrzehnten an zahlreichen Stellen versäumt worden.

Der IHK-Hauptgeschäftsführer hatte gemeinsam mit Landtagsabgeordneten aus der Region im Rahmen der Ministereinladung auch die Gelegenheit, den Hohlkörper und den Pylon der Brücke zu besichtigen. „Wichtig ist, dass die Sanierung der Brücke bei fließendem Verkehr stattfinden kann“, so Steinmetz. Eine Vollsperrung würde zu Belastungen anderer Verkehrswege führen. Allein als Verbindung zwischen den Chemparks in Krefeld, Dormagen und Leverkusen sei die Fleher Brücke im Verlauf der A 46 nach Ausfall der Leverkusener Brücke unverzichtbar.

Die Fleher Brücke der A46 wird umfassend saniert. Die Arbeiten sollen fünf Jahre dauern. Mitte August war die Autobahn in Fahrtrichtung Neuss zwischen Düsseldorf-Bilk und Uedesheim für einige Tage gesperrt. Das hatte spürbare Auswirkungen auf den Straßenverkehr in Neuss. Bürgermeister Reiner Breuer hat dies Hendrik Wüst mitgeteilt. Da von Neusser Seite zudem der Vorschlag einer Schnellbuslinie über die Fleher Brücke im Raum steht, dies aber derzeit vom Minister nicht in Aussicht gestellt wird, hat Breuer den Minister zu einer Bürgerversammlung nach Uedesheim eingeladen. Wüst hatte Breuer dafür kritisiert, dass diese Einladung öffentlich wurde, bevor er die Möglichkeit zu einer Antwort hatte.

(NGZ)