Hydrant in Neuss zugewachsen - Anwohner ärgert sich

Bürgermonitor Neuss: „Versteckter“ Hydrant wird bis Jahresende entfernt

Schon seit geraumer Zeit hatte sich Dietmar Bettin Gedanken gemacht – und auch Sorgen. Denn der Hydrant neben seinem Reihenhaus an der Daimler Straße war nicht mehr zu sehen. Der Grund: zugewachsen, versteckt unter Sträuchern.

Auch die kleine Hinweistafel am Nachbarhaus, die auf die Lage des Hydranten weist, war fast nicht mehr zu sehen, ebenfalls verdeckt von Grünzeug. „Was ist, wenn es hier brennt und die Feuerwehr den Zugang zu Wasser nicht findet“, formulierte Bettin seine große Sorge. Bestätigt wurde der Rentner in seinen Gedanken, als vor wenigen Wochen städtische Mitarbeiter die Hydranten kontrollierten und den an der Daimlerstraße dann tatsächlich nicht fanden. „Mit Messband und Zollstock“, sagt Bettin, „wurden sie dann doch noch fündig.“ Allerdings sei er mit Gartenbausteinen zugelegt gewesen. „Daraufhin sind die Männer gegangen, haben aber gesagt, sie würden das melden“, so Dietmar Bettin.

Als nichts geschah, wandte sich der Neusser an den Bürgermeister. Der antwortete, ein Mitarbeiter des Tiefbaumanagements sei vor Ort gewesen, der Nachbar werde jetzt aufgefordert, den Hydranten freizulegen. Doch es passierte nichts. Allerdings erhielt Bettin auch ein Schreiben der Neusser Stadtwerke. Darin stand, dass besagter Hydrant für den Brandschutz keine Rolle spiele, da „es im Umkreis weitere Hydranten gibt und dadurch eine Versorgung mit Löschwasser gewährleistet wird“. Dennoch wurde versprochen, die Lage des Hydranten zu ändern, weil man mit der Situation so auch nicht zufrieden sei. Das ist nun wieder vier Wochen her.

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Doch nun ist Abhilfe in Sicht. Denn wie eine Sprecherin der Stadtwerke auf NGZ-Anfrage mitteilte, werde der Hydrant bis Ende des Jahres entfernt. Und das, weil er nicht mehr genutzt werde. Außerdem: „Die Feuerwehr würde im Brandfall nicht auf diesen Hydranten zurückgreifen, sondern auf einen anderen, der sich nicht in der Stichstraße befindet.“

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