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Neuss: Hunde machen Urlaub in der Nordstadt

Neuss : Hunde machen Urlaub in der Nordstadt

In der Hundepension "Dogs Place" können Hundebesitzer ihre Tiere abgeben, wenn sie in den Urlaub fahren. Die Hunde verbringen ihre Ferien dann auf einem 1000 Quadratmeter großen Grundstück, zusammen mit vielen Artgenossen.

Sommerzeit ist Reisezeit - doch während sich die meisten Urlauber bloß darum kümmern, wer daheim die Blumen gießt und den Briefkasten leert, fällt es vielen Hundehaltern schwer, eine Betreuung für ihren Vierbeiner zu finden. In Neuss können sie ihre Tiere in der Hundepension "Dogs Place" abgeben - da kommen auch bei vierbeinigen Freunden Urlaubsgefühle auf.

Dabei geht es Hunden ähnlich wie vielen Menschen: Manche vermissen ihr Zuhause. Jannine Machl, Inhaberin der Hundepension in der Nordstadt, nennt diese Tiere dann liebevoll die "Heimweh-Hunde". "Aber die haben sich nach spätestens drei Tagen gut hier eingelebt und genießen die Gesellschaft ihrer Artgenossen", sagt die 36-Jährige. Andere Vierbeiner hingegen benehmen sich so, als seien sie nie woanders gewesen. Ihren Aufenthalt verbringen die Urlaubstiere tagsüber gemeinsam mit jenen Hunden, die zur Tagesbetreuung da sind. In der Nordstadt steht ihnen dafür ein rund 1000 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung, das einen sandigen Außenbereich mit verschiedensten Spielmöglichkeiten und einem einfachen Bungalow hat. "Doch eigentlich folgen mir alle immer dahin, wo ich mich gerade aufhalte", sagt Jannine Machl.

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Wenn die Hunde morgens ankommen, wird erst einmal ausgiebig getobt. Ab mittags wird es dann ruhiger. "Hunde können 16 bis 18 Stunden am Tag schlafen. Daher achte ich auch darauf, dass sie sich nicht verausgaben", erklärt Machl. Die Nacht verbringen die Urlaubsgäste dann bei einem der vier Mitarbeiter Zuhause. "In den eigenen vier Wänden werden die Gasthunde wie die eigenen Tiere behandelt", sagt die Hundebetreuerin, die selbst zwei Chihuahuas besitzt. Ob sie dort im Körbchen schlafen oder sogar mit ins Bett dürfen, entscheiden die Mitarbeiter selbst.

Die Urlaubshunde bleiben meistens zwischen ein bis zwei Wochen in Obhut, aber es gibt auch Ausnahmen: Zuletzt reiste ein Herrchen zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Brasilien und gab seinen Hund für die gesamte Zeit in der Pension ab. Beim Abschied kullern bei den Besitzern auch mal die Tränen und sie bangen darum, ob ihr Tier sie denn wiedererkennt. Damit die Sehnsucht nicht zu groß wird, schicken die Betreuer auch gerne tierische Fotogrüße in den Urlaub oder richten telefonisch aus, dass alles in Ordnung ist.

Auf die Idee, eine Hundepension zu eröffnen, kam Jannine Machl vor vier Jahren. "Mein Job im Einzelhandel erfüllte mich nicht mehr und die Spaziergänge mit Tieren aus dem Heim waren zu wenig", erzählt die Unternehmerin, die daraufhin ihre erste Hundepension in Köln gründete - natürlich mit Businessplan. "Mir war aufgefallen, dass es kein Betreuungs-Angebot für kleine Hunde gibt", erklärt Machl. Deswegen spezialisierte sie sich auf die Betreuung von Hunden bis zu einer Schulterhöhe von 40 Zentimetern. Nach ihrem Start im Jahr 2010 expandierte sie im vergangenen Jahr nach Neuss, belegte zwischendurch verschiedene Weiterbildungen. "Den Schritt in die Selbstständigkeit habe ich nie bereut", sagt sie.

Info www.dogs-place.de

(NGZ)