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Neuss: "Humboldt" auch für schwächere Schüler offen

Neuss : "Humboldt" auch für schwächere Schüler offen

Die Anmeldezahlen der Neusser weiterführenden Schulen zeigen im Vergleich der Gymnasien nicht nur, wo wie viele Schüler aufgenommen werden. Sie offenbaren auch, dass die Schüler mit unterschiedlichen Empfehlungen zu den Gymnasien wechseln.

So hat das Nelly-Sachs-Gymnasium 102 Schüler angenommen, die eine uneingeschränkte Gymnasialempfehlung vorweisen, und nur 15 mit eingeschränkter Empfehlung. An den übrigen Gymnasien hat durchschnittlich rund jeder vierte neue Schüler eine eingeschränkte Empfehlung. Große Ausnahme ist das Humboldt-Gymnasium: Die Hälfte der neuen Fünftklässler, rund 50 Schüler, verfügt über eine eingeschränkte Empfehlung. "Darunter zwölf Schüler mit Realschulempfehlung", so Schulleiter Gerhard Kath.

Er ist stolz darauf, dass seine Schule erstmals die Zahl von 100 Anmeldungen "geknackt" hat. Und darauf, dass die Lehrer die Realschüler im Blick haben, nicht nur beim Wechsel nach der vierten Klasse, sondern auch in der Oberstufe. "Wir kooperieren mit den Realschulen der Stadt, damit der Übergang zum Gymnasium besser klappt", erzählt Kath.

Darauf, auch schwächere Schüler gezielt zu fördern, lege das Kollegium großen Wert. "Das sehen wir als Tradition", meint Kath. "Die Erprobungsstufe in der fünften und sechsten Klasse begreifen wir als Chance für die Schüler, sich zu beweisen", sagt der Schulleiter. Abgänge gebe es — allerdings gleichermaßen von Schülern, die eingeschränkt und uneingeschränkte Empfehlung auf ihren Zeugnissen hatten. Ein Grund dafür sei eine gezielte Vorauswahl: "Bei den Anmeldegesprächen bin ich immer ehrlich", sagt Kath. "Wo ich keine Chancen sehe, sage ich das auch ganz offen."

(NGZ)