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Humanitäre Aktion bringt 13 Flüchtlinge nach Neuss

Stadt leistet Hilfe : Humanitäre Aktion bringt 13 Flüchtlinge nach Neuss

Sie sind da. Insgesamt 13 Flüchtlinge, die aus der qualvollen Enge in den Auffanglagern auf den griechischen Inseln befreit werden konnten, haben Neuss erreicht und werden jetzt in einer städtischen Flüchtlingsunterkunft untergebracht und betreut.

Diese vier Familien – sechs Erwachsene und sieben Kinder im Alter zwischen vier und fünfzehn Jahren – kommen auf Einladung der Stadt, die sich in einem humanitären Akt bereit erklärt hatte, bis zu 30 Flüchtlinge und sechs allein reisende minderjährige Flüchtlinge zusätzlich aufnehmen zu wollen. Ihre Zahl wird demnach nicht mit dem Kontingent verrechnet, dass das Land zuweisen kann.

Der Anstoß zu dieser Aktion kam unter anderem von Gerd Faruß, dem Sprecher der Kinderrechtsorganisation „terres des hommes“. „Schlechte Versorgung, fehlende Schulbildung: Wir haben erleben müssen, dass in den Lagern die Kinderrechte nicht gewahrt werden konnten“, nennt er seinen Beweggrund. Die Ankunft der ersten Flüchtlinge freue ihn deshalb sehr. Die Fraktion Die Grünen sah das Problem ähnlich und initiierte vor einem Jahr einen  Ratsantrag der damaligen schwarz-grünen Mehrheit. Unverzüglich könnte die Aufnahme geschehen, so wurde es nach Berlin gemeldet. „Von der Willensbekundung einer Kommune bis zur administrativen Umsetzung ist es aber ein recht langer Weg“, stellt Bürgermeister Reiner Breuer jetzt fest.

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Mit den ersten Menschen aus den Lagern – unter ihnen zwei alleinerziehende Mütter – trudelten auch die ersten Dankesschreiben aus Landes- und Bundeshauptstadt ein. Das Land erklärt darin auch das lange Verfahren. Alle Schutzsuchenden seien zunächst in staatlichen Unterbringungseinrichtungen versorgt worden, wo sie blieben, bis über ihren asylrechtlichen Status entschieden worden war.

(-nau)