Neuss: Holzheimer Krippenweg mit fast 50 Stationen

Neuss : Holzheimer Krippenweg mit fast 50 Stationen

"Folget dem Stern" - ein Sternensymbol kennzeichnet die einzelnen Stationen auf dem gut vier Kilometer langen Holzheimer Krippenweg.

Köln hat ihn. Aachen auch. Und Holzheim: Einen so genannten Krippenweg. Fast 50 Weihnachtskrippen und weihnachtlich geprägte Schaustücke sind in den Fenstern von Holzheimer Geschäften, in Kindergärten, in der Realschule, im Brauereiausschank Frankenheim, in Cafés, Büros, Geldinstituten, im Kreismedienzentrum, im Kloster Kreitz, aber auch in Privathäusern bei der zwölften Auflage des von Peter Schornstein privat organisierten Krippenweges zu sehen.

Die Herbergen sind vorbereitet, Ochs und Esel auch schon da, ebenso die Heilige Familie. Das Jesuskind fehlt noch (bei den meisten). Und die Heiligen Drei Könige kommen sowieso erst später. Bemerkenswert ist die Vielzahl der Ausführungen und Materialien.

So sind etwa eine Wurzelholz-Krippe mit gebrannten Tonfiguren (21), eine Playmobil-Krippe (7), ein Krippenhaus mit Bleiguss-Figuren (21), eine Säge-Arbeit der Martinus-Schüler (15) und eine Winterlandschaft mit Keramik-Häuschen (6) zu betrachten. Vielfältig sind auch die Figuren, ob aus Keramik, Ton, Stoff, Holz, Porzellan, in Farbe oder naturbelassen. Besonders schön sind die kolorierten Figuren aus dem Erzgebirge (30) und die münsterländische Weihnachtskrippe in der Klosterkirche Kreitz (47), die sich seit mehr als 50 Jahren im Besitz der Benediktinerinnen befindet; erwähnenswert auch eine "Tobias-Krippe" aus dem Grödner-Tal (31) und eine von Pfarrer Josef Ring zur Verfügung gestellte Krippenlandschaft aus Olivenholz. Die hat er vor Jahren aus Bethlehem mitgebracht (3). Viele Kunstwerke zeigen die globale Krippenwelt - eine Krippe aus Kenia mit Flechtwerkhütte (2), eine Makonde-Krippenlandschaft eines afrikanischen Dorfes in Tansania (5), Schnitzereien aus Kamerun, Shona-Art aus Zimbabwe mit hölzernen Köpfen (35), Keramik aus Peru und Kolumbien, griechische Krippenfiguren (34) und eine Florentiner Stoffkrippe (32). Schon von der Größe her sind zwei Krippen sehenswert: Die Pfarrkrippe in St. Martinus mit 80 Zentimeter hohen Figuren von Hans Maderspacher, die an Holzheimer Bürger erinnern, und die große Außenkrippe des Heimatvereins an St. Martinus mit der lebensgroßen Heiligen Familie.

Doch nicht nur Krippen zeigt der Holzheimer Weg. Familien haben ganze Weihnachtsdörfer und Winterlandschaften gesammelt (6), zeigen ihre Weihnachtsfenster mit Mini-Krippen-Schau (9), Nussknacker und Räuchermännchen (25) bis hin zum textilen Wandbehang mit Krippenszene (19). Den Rahmen für den aktuellen Krippenweg, der noch bis zum Fest der Hl. Drei Könige am 6. Januar zu besichtigen ist, bildet ein festlich geschmücktes Holzheim mit Sternen, die der Heimatverein wieder zum Leuchten gebracht hat, mit Lichtergirlanden an geschmückten Häusern und mit adventlicher Fenstergestaltung.

(NGZ)
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