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Neuss: Hippelänger feiern ihren König in Grimlinghausen

Neuss : Hippelänger feiern ihren König in Grimlinghausen

König Olaf I. ließ sich gestern mit Königin Jacqueline bei der Parade bejubeln. Mehr als 800 Schützen marschierten mit.

Statt auf dem Pferd nahm Olaf Heck gestern ausnahmsweise auf der Kutsche Platz - wie es sich für einen König gehört. "Es ist einfach toll mit den Leuten zusammen zu feiern", sagte Olaf I., der sonst den Ausblick vom Pferd gewohnt ist: Bei neun Schützenfesten im Kreis Neuss ist der gebürtige Berliner als Reiter unterwegs. Gestern wurde er zusammen mit Königin Jacqueline bei der Parade in "Hippelank" bejubelt. Mit insgesamt mehr als 800 Marschierenden ist Grimlinghausen eines der drei größten Ortsschützenfeste in Neuss.

Eine Besonderheit dort ist seit 1787 die Ernennung eines "Kirmeskrönchens" im Gottesdienst am Schützenfestsonntag. In diesem Jahr setzte Pfarrer Willi Klinkhammer der 18-jährigen Christina Schaffrinski die Krone aus geflochtenem Grün und Rosen auf. Schaffrinski ist seit 2011 Leiterin der Messdiener, organisiert das jährliche Sommerlager und ist seit Herbst 2013 Mitglied des Ortsausschusses von Grimlinghausen. Beim folgenden Frühschoppen gab es dann die Jubilarehrungen. Unter anderem mit dem Zugjubiläum des Grenadierzugs "Hippelänger Auserwählte" und der 65-jährigen Mitgliedschaft von Willi Winkels vom Hubertuszug "Dööschtije Jonge". Heinz Strierath vom Grenadierzug "Erfttrabanten", Peter Wiertz vom Jägerzug "Echte Hippelänger", Konrad Adolffs vom Hubertuszug "Rose vom Rhein" und Peter Berger von den Scheibenschützen wurden für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Zu den Jubiläen erinnerte Präsident Walter Däubner daran, was im Jahr des Beitritts der Jubilare jeweils politisch, sportliche und gesellschaftlich los war. Außerdem wurden die besten Fackeln prämiert. Elf Großfackeln gab es beim Fackelzug am Samstagabend. "Die Straßen waren dich gesät mit Zuschauern", erzählte Werner Sültenfuß, Geschäftsführer des Schützenvereins Grimlinghausen, erfreut.

Den Preis für die beste Fackel bekam der Jägerzug "Echte Hippelänger" für seine Karikatur zum Bischof von Limburg. "Protz Bischoff - ohne Rom baut er seinen eigenen Dom" stand darauf. Und: "In der Kirchensteuer badet so manches Ungeheuer." Den zweiten Platz machte der Grenadierzug "Semper Fidelis" mit seiner Fackel zum 150-jährigen Bestehen von St. Cyriakus. Im Anschluss an den Fackelzug sorgten "Mikado" im Festzelt für Partystimmung. Um Mitternacht kam noch ein großer Schwung an Feiernden vom Oberstehrenabend in der Innenstadt ins Zelt in Grimlinghausen. Gespannt schauen die Hippelänger nun auf das heutige Königsschießen. Einen Bewerber gab es gestern beim Frühschoppen noch nicht.

(JaHu)