Neuss: "Helfen in Not" droht mit Anzeige

Neuss: "Helfen in Not" droht mit Anzeige

Islamistischer Verein äußert sich zu Vorwürfen des Verfassungsschutzes nicht.

Der Verein "Helfen in Not" droht Rupert Neudeck, dem Gründer und Leiter der Hilfsorganisation "Grünhelme" mit einer Klage. "Wir haben einen Anwalt eingeschaltet und werden ihn anzeigen", zitiert die Kölner Rundschau Bekir Astürk, den Vorsitzenden des Vereins, vor dem der Verfassungsschutz warnt. Es gebe Anhaltspunkte, dass der Verein, hinter dem der muslimische Kulturverein Weckhoven steht, eine extremistisch, salafistische Bestrebung sei."

Foto: Screenshot Youtube/Helfen in Not

Es droht ein Vereinsverbot. Der Verein äußert sich dazu auf schriftliche Anfrage nur eingeschränkt. "Eine derartige Einordnung ist uns nicht bekannt. Unsere Ziele sind in unserer Satzung deutlich einzusehen", heißt es in dem Antwortschreiben. Der Islamist, Sabri Ben Abda, der in einem Internetvideo des Vereins auftaucht und mit der Entführung von drei "Grünhelmen" in Verbindung stehen könnte, sei nicht Mitglied von "Helfen in Not" . Über dieses Video aber schlägt Neudeck die Brücke zu dem Weckhovener Verein.

  • Fotos : Neuss: Polizei sperrt islamischen Kulturverein

Auf seiner Internetseite wirbt der Verein mit der Formel "Weltweit helfen, direkt vor Ort" und gibt sich den Anschein eines "DRK im Kleinformat". Für seine Ziele sammelt der Verein auch an den haustüren in Neuss, wie etwa am Montag auf der Morgensternsheide. Eine Frau dort unterwegs — die sich mit einem Sammlerausweis legitimierte. Ein solcher aber muss schon seit Jahren nicht mehr beim Ordnungsamt beantragt und genehmigt werden, berichtet Michael Kloppenburg von der Stadt Neuss. Das Sammlungsgesetz sieht diese Kontrolle nicht mehr vor. Gesammelt werden die Beträge auf einem Vereinskonto bei der Sparkasse Neuss, die aber den Verein in keiner Weise fördert.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE