Neuss: Heiße Kirmestage in Helpenstein

Neuss : Heiße Kirmestage in Helpenstein

Der Verein "Fidele Brüder" feierte am Wochenende sein Hahnenkönigspaar Daniel und Martina Konczwald. Für sie wird am Montag ein Nachfolgerpaar gesucht.

"Kirmes ist immer gut - egal, ob es warm ist, oder regnet", sagt Martin Kluth. Der Präsident der "Fidelen Brüder" lebt die Kirmes in Helpenstein, "auch wenn man bei sommerlichen 35 Grad nur schwer in Bewegung kommt".

Besonders gute Erinnerungen hat er an die feierliche Residenzeröffnung am Freitagabend, bei der es sich die Mitglieder und Gäste im Biergarten Am Fusseberg gut gehen ließen. Am Samstag dann eröffneten die Böllerschüsse den Feierreigen, der mit einem Umzug des Tambourcorps Speck am Nachmittag begann. Ihm folgte die Krönung von Hahnenkönig Daniel Konczwald, der sich im vergangenen Jahr sozusagen in letzter Sekunde für das Amt beworben hatte. "Ich habe diese Entscheidung nicht eine Minute bereut und kann jedem, der in Helpenstein lebt, nur empfehlen, auch König zu sein. Es ist ein unvergessliches Erlebnis", sagt er. Auch seine Königin Martina, die sehnsüchtig ihre Krönung am Dienstag erwartet, ist begeistert. "Es ist ein schönes Gefühl, dass wir so viel Unterstützung erfahren - nicht nur vom Königszug Helpesteener Boschte, der zum ersten Mal eine Residenz gebaut hat."

Der Krönung des Hahnenkönigs folgte die rauschende Helpensteiner Kirmesnacht mit musikalischer Unterstützung von "Soundconvoy". Das Zelt war nicht so voll wie erwartet, "dafür war draußen umso mehr los", sagt Martin Kluth.

Der Kirmessonntag begann mit der Totenehrung, der ein musikalischer Frühschoppen mit dem TC Speck und dem Musikverein Holzheim folgte. Dabei standen die Jubilare im Mittelpunkt: Dieter Stark wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt, Philipp Telmes ist sogar seit 80 Jahren treu dabei. Der Dank der Kirmesgesellschaft galt ferner Johannes und Marianne Holzschneider, deren Scheune als Zeughaus des Vereins dient, und Rolf Vogel, der die Kirmesflyer gestaltet hat.

Heute geht es am Nachmittag beim Hahneköppen darum, einen neuen König zu ermitteln. "Da heißt es Daumen drücken", sagt Kluth, der mit spontanen Bewerbungen rechnet. Dann könnte abends noch ausgelassener gefeiert werden.

(NGZ)
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