1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Heimspiel für Neusser Narren

Neuss : Heimspiel für Neusser Narren

Auch die 13. Auflage der Sitzung "Nüsser för Nüsser" überzeugte gut 250 Neusser Jecken im Thomas-Morus-Haus. Dafür sorgte eine gesunde Mischung aus neuen und bewährten Bühnennummern.

Die Veranstaltung ist traditionell der Einstieg in den Sitzungskarneval — und die setzt gleich hohe Maßstäbe. Denn die 13. Auflage von "Nüsser för Nüsser" wusste zu begeistern. Wie immer natürlich nur mit Neusser Künstlern aus dem Kreise der "Kappesköpp". Rund 250 Jecken waren gekommen und hatten das Thomas-Morus-Haus komplett gefüllt.

Schon als Blau-Rot-Gold-Präsident Reiner Franzen die Sitzung eröffnete, war die Stimmung bestens. Jürgen Busch als "Der lustige Joe" heizte sie weiter an: "Nicht alles, was sich reimt, ist ein Gedicht, nicht alles mit zwei Backen ist ein Gesicht." Als einige gar nicht mehr aufhörten zu lachen, befand er: "Ihr seid aber albern hier."

Witzeerzähler Busch folgten Größen wie Hermann-Josef Maassen, "Kistedüwel" Tilly Meester und Achim und Harry. Aber neben den gewohnt starken Klassikern gab es auch zwei Premieren bei "Nüsser för Nüsser".

Vor allem das Duo "Alles Paletti" empfahl sich für das nächste Jahr. Franz-Günter Starke als Kartoffelbauer und Akkordeon-Spieler Heiner Jungbluth bewegten sich dabei zwischen Kabarett und Oper und thematisierten alles von der Deutschen Bahn über Atomenergie bis hin zur Euro-Rettung. Was dabei heraus kommt, ist Politik gepaart mit Comedy in einer Mischung aus Bauernregeln und Opernmusik und macht einfach Spaß. "Das ist Karneval in Hochkultur", lobte Reiner Franzen das Duo hinterher und startete die erste Rakete des Abends.

Unzählige "Ons Nüss Helau" später, legte Ruuds Comedy Show — ebenfalls zum ersten Mal bei "Nüsser för Nüsser" — eine ganz andere Nummer auf die Bühne. Mit wenigen Utensilien und geschickt hintereinander gesetzten Partykrachern baut er sein Programm, das seinen Witz aus der dadurch teilweise ganz andere Bedeutung der Lied-Texte zieht.

Natürlich ließen sich auch das Neusser Prinzenpaar Christian I. und Novesia Stephanie II. und der Präsident des Karnevals-Auschuss Jakob Beyen die Sitzung nicht entgehen. Und selbstverständlich zeigte auch die Tanzgarde Blau-Rot-Gold ihr können.

Gekrönt wurde das Ganze dann von der Neusser Karnevals-Band "De Fetzer". Die starteten gleich mit ihrem Hit "Insel" und ließen etliche weitere folgen. Gleich zu Beginn stellte Frontmann Franz Kolbecher die klassische Frage: "Wie lange wollt ihr feiern? Eine Woche oder ein Monat oder ein Jahr."

Auch wenn es dann doch nur ein paar Stunden geworden sind, dürften sich die meisten Besucher noch lange an diesen erstklassigen Karnevals-Abend im Thomas-Morus-Haus erinnern.

(NGZ)