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Heimatfreunde Neuss legen Kurzbiografie zu Josef Kardinal Frings vor

Ehrenbürger der Stadt Neuss und Kardinal der Weltkirche : Neue Kurzbiografie zum Todestag von Josef Frings

Frings-Gesellschaft ehrt den Kardinal und Ehrenbürger mit einem Empfang. Bürgermeister beantragt spontan seine Aufnahme.

Vor 40 Jahren starb der frühere Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings. Aus diesem Anlass feierte die Frings-Gesellschaft am Sonntag in der Quirinus-Basilika ein festliches Hochamt zu Ehren des Neusser Ehrenbürgers. Nachdem die Gesellschaft dem rheinischen Kardinal bereits ein Buch gewidmet hat, legte nun die Vereinigung der Heimatfreunde als fünften Band ihrer „Kleinen Neusser Bibliothek“ eine Kurzbiographie nach. Heinz-Günther Hüsch, Ehrenmitglied und Ratgeber der Frings-Gesellschaft, stellte das Werk, an dessen textlicher Gestaltung er großen Anteil hatte, bei einem Empfang am Sonntag im Vogthaus vor.

Ein Gemälde des „rheinischen Kardinals“ und die „Fringsfahne“, die Horst Dworak dem Neusser Grenadierkorps gestiftet hat, dekorierten den Altarraum, als Domkapitular Guido Assmann und Monsignore Wilfried Korfmacher, Präses der Gesellschaft, das Hochamt zelebrierten. Korfmacher zeichnete den Lebensweg von Josef Frings nach, der seine Lebenseinstellung in seinen bischöflichen Wahlspruch gekleidet habe: „Für die Menschen bestellt“. Nach Kriegsende habe er sich nachdrücklich für die notleidende Bevölkerung eingesetzt und wurde zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten der katholischen Kirche, sagte er. Viel früher als andere habe Frings die Verantwortung für die Eine Welt erkannt, auf der es gerecht zugehen soll, ergänzte Assmann. Er wies in diesem Zusammenhang auf die Werke Adveniat und Misereor hin, die als unübersehbares Zeichen der Hilfsbereitschaft und Großherzigkeit mit dem Namen Frings verbunden sind.

Beim Empfang zitierte Bernd Ramakers, Präsident der Gesellschaft, den Frings-Biografen Norbert Trippen „Ich glaube, Frings ist auch verantwortlich dafür, dass Joseph Ratzinger Papst Benedikt wurde, denn Frings war es, der den jungen Theologen Ratzinger in den 60er Jahren mit auf das II. Vatikanische Konzil nahm und ihn in Rom einführte“.

Im Vogthaus zeigte Bernhard Schmitz von-der-Lohe einen Kurzfilm über Frings, bevor Bürgermeister Reiner Breuer das Wort ergriff. Er dankte der Gesellschaft dafür, dass sie Leben und Wirken des populären und unvergessenen Neussers lebendig hält. „Die Stadt ist stolz auf diesen Ehrenbürger“, sagte Breuer – und beantragte die Aufnahme in die Frings-Gesellschaft.

(NGZ)