Heimatfreunde Neuss enthüllen Erinnerungstafel für Herbert Brüster

Heimatfreunde Neuss : Tafel an der Erftstraße erinnert an Herbert Brüster

Herbert Brüster war eine Neusser Ikone. Er machte sich einen Namen als Arzt, als Hochschullehrer, als Forscher und Wissenschaftler. Vielen Neussern dürfte er auch als Präsident des Bürger-Schützen-Vereins in Erinnerung sein.

Dieses Amt hatte er von 1992 bis 1998 inne. An diesen Mann erinnert jetzt eine Bronzetafel, die die Heimatfreunde an der Erftstraße enthüllten.

Die einen Meter breite und rund 28 Zentimeter hohe Tafel hängt am Wohnhaus der Familie Brüster. Christoph Napp-Saarbourg, erster Vorsitzender der Heimatfreunde, hielt dort bei der Präsentation der Tafel die Laudatio auf den 2018 verstorbenen Herbert Brüster und würdigte dessen vielseitiges Engagement – auch als Präsident des Schützenvereins. „Er schaffte einen Spagat zwischen dem Halten des hohen Niveaus unseres Festes und der Aufgabe, junge Menschen für ein traditionelles Volksfest zu begeistern“, sagte Napp-Saarbourg. „Bis heute hat das Neusser Schützenwesen keine Nachwuchssorgen.“ Gestaltet wurde die Bronzetafel von dem Neusser Künstler Heinrich Hüsch, der Brüster persönlich kannte. „Mir ging es darum, diesen charaktervollen Menschen im Porträt einzufangen“, sagte er. „Ich wollte seine vielen Facetten darstellen.“

Geboren wurde Herbert Brüster 1928 als Sohn von Theodor und Anna Maria Brüster in Neuss. Nach seinem Abitur am Quirinus-Gymnasium 1951 nahm er ein Medizin-Studium in Bonn auf, das er 1956 abschloss. 1964 gelang ihm als erster Arzt eine Knochenmarktransplantation bei einem Kind. 1968 wurde er zum Professor für Medizin ernannt. Von 1982 bis 1984 war er Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf, außerdem entwickelte er unter anderem die „Frühkindliche Physiologie Kivitzbusch“. Zu Lebzeiten wurde Herbert Brüster mit zahlreichen Ehrungen bedacht, unter anderem 1980 mit dem Bundesverdienstkreuz und 1991 mit dem Landesorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Zugegen bei der Präsentation der Bronzetafel waren neben Brüsters Familie auch Mitglieder der Heimatfreunde Neuss und des Bürger-Schützen-Vereins. Auch Schützenkönig Bruno Weyand erhob sein Glas zu Ehren Herbert Brüsters.

(NGZ)
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