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Schlicherum: Haus nach Brand unbewohnbar

Schlicherum : Haus nach Brand unbewohnbar

In Schlicherum ist ein Einfamilienhaus niedergebrannt. Glück im Unglück hatte die 73-Jährige Bewohnerin: Sie konnte sich aus dem Gebäude retten.

Es ist ein Brand, der eine ganze Existenz zerstört, aber immerhin kein Leben forderte: Im Stadtteil Schlicherum ist gestern ein Wohnhaus durch ein Feuer vollständig zerstört worden.

Gegen 11 Uhr am Donnerstag vormittag war das Einfamilienhaus in auf der Straße "Im Hawisch" in Brand geraten. "Als wir kamen, stand das Haus schon voll in Flammen", erzählt Einsatzleiter Peter Schöpkens. Das habe er in dieser Ausdehnung "selten" gesehen, fügt der stellvertretende Stadtbrandmeister hinzu.

Glücklicherweise hatte sich die 73-jährige Bewohnerin des Hauses schon vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbst retten und aus dem Haus entkommen können. Wie die Polizei mitteilt, wurde die Seniorin mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gefahren, das sie nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte.

Nach dem Brand herrschte Bestürzung bei den Anwohnern, vor allem die Nachbarn aus der unmittelbaren Umgebung waren froh, dass die Feuerwehr verhindert hatte, dass das Feuer auf die benachbarten Wohnhäuser übergriff. "Bei uns müssen wir nur lüften, aber dort kann keiner mehr wohnen", sagte ein Nachbar mit Hinblick auf das zerstörte Gebäude, dessen Dachstuhl vollständig eingestürzt war. Zwar konnte die Polizei gestern über die Höhe des Sachschadens keine Angaben machen, doch war bereits absehbar, wie sehr Feuer und Löschwasser dem Gebäude zugesetzt hatten.

"Das war ein Fertighaus", sagt Einsatzleiter Schöpkens, der gestern mit 34 Einsatzkräften vor Ort war. Sofort nach dem Eintreffen seines Teams sei klargewesen, dass ein massiver Löschangriff notwendig war. "Im Haus selbst zu löschen war nicht mehr möglich", erläutert Schöppkens. Nicht nur wegen der Flammen, sondern auch wegen der Einsturzgefahr: Noch während der Löscharbeiten stürzte das Satteldach ein und ein Dachgiebel sowie der Kamin drohten umzustürzen. Eine Statikerin des Bauaufsichtsamt musste das Haus später begutachten.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sei von einem technischen Defekt auszugehen, so die Polizei. Die Neusser Feuerwehr wiederholte gestern ihren Appell, Wohnungen mit Brandmeldern auszustatten.

(jco)