Tradition auf dem Prüfstand Schluss mit dem „Hahneköppen“ in Neuss?

Neuss · Das Land NRW hat sich für ein Verbot des „Hahnköppens“ ausgesprochen. Diesem Erlass waren mehrere Strafanzeigen von Tierschützern vorausgegangen. Auch in den Neusser Stadtteilen Helpenstein und Speck-Wehl ist diese Praktik Teil der Kirmes. Wie die Vereine darauf reagieren.

 Dieses Archivfoto zeigt den Brauch des „Hahneköppens“. Dabei soll einem vorher getöteten, kopfüber in einem Korb hängenden Hahn der Kopf mit einem Schwert abgeschlagen werden.

Dieses Archivfoto zeigt den Brauch des „Hahneköppens“. Dabei soll einem vorher getöteten, kopfüber in einem Korb hängenden Hahn der Kopf mit einem Schwert abgeschlagen werden.

Foto: Hertgen, Nico (hn-)

Das traditionelle „Hahneköppen“ steht bereits seit geraumer Zeit in der Kritik. Denn was für viele ein lang gehegter Brauch ist, sorgt vor allem in Tierschutzkreisen für Empörung – mit Folgen. Im vergangenen Jahr hat die Tierschutzorganisation Peta gleich mehrere Vereine in Nordrhein-Westfalen, die das „Hahneköppen“ durchführen, angezeigt. Auch der Heimatverein Lüttenglehn (Korschenbroich) im Rhein-Kreis musste sich mit einer solchen Strafanzeige auseinandersetzen. Obwohl das Ermittlungsverfahren gegen den Präsidenten eingestellt wurde, sind die Konsequenzen für künftige Feste weitreichend.