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Neuss: Hafen: "Bahnübergänge sind sicher"

Neuss : Hafen: "Bahnübergänge sind sicher"

Signale warnen vor Zügen. Trotzdem passierte am Freitag ein Unfall.

Glück im Unglück hatte am Freitag eine 38-jährige Neusserin: Sie war am Bahnübergang Heerdterbuschstraße trotz roter Ampel auf die Schienen gefahren und dort mit einem Zug zusammengestoßen, verletzte sich dabei jedoch nur leicht. Nach Auskunft der Polizei ist dies der zweite Unfall an Bahnübergängen in diesem Jahr im Rhein-Kreis Neuss. Der erste ereignete sich am 28. Februar in Kaarst. Dort war ein 73-jähriger Meerbuscher am Übergang Broicherseite von einem Güterzug erfasst und schwer verletzt worden.

Während der Unfallort in Kaarst einseitig beschrankt ist, gibt es an der Heerdterbuschstraße keinerlei Barrieren. Dennoch sei der Neusser Übergang sicher genug, sagt Michael Fuchs, Sprecher der Rheincargo, die die Eisenbahnen der Neuss-Düsseldorfer Häfen betreiben. "Er ist mit drei Lichtzeichenanlagen rechts, links und über der Straße ausgestattet, außerdem mit einem Läutewerk, das die Verkehrsteilnehmer akustisch warnt, wenn ein Zug kommt", erklärt er. Dass ein aufmerksamer Autofahrer gleich alle Warnzeichen übersehe und überhöre, sei nur schwer vorstellbar.

Insgesamt verfüge die Neusser Eisenbahn für die Frachtzüge über 32 unbeschrankte Bahnübergänge im Neusser Hafen, die mit Lichtzeichen - zum Teil auch mit genannten Läutewerken - technisch gesichert seien. "Es sind planfestgestellte Anlagen in einwandfreiem Zustand, die regelmäßig kontrolliert werden", sagt Fuchs. Hinzu kämen insbesondere auf Werksgeländen nicht technisch gesicherte Übergänge, die im Fall einer Zugdurchfahrt durch menschliche Posten abgesichert würden.

"Es kommt zwar immer mal wieder zu Unfällen an den Bahnübergängen, an schwere erinnere ich mich aber nicht in den vergangenen Jahren", berichtet Thomas Düttchen, Sprecher der Neuss-Düsseldorfer Häfen. "Meist passieren die Unfälle, weil Autofahrer glauben, sie könnten trotz Rotlicht noch schnell vor dem Zug die Gleise überqueren."

(NGZ)