Neuss: Gymnasium Norf macht jetzt Honig und Bio-Gemüse

Neuss: Gymnasium Norf macht jetzt Honig und Bio-Gemüse

Frischen Honig und knackiges Gemüse: Dafür müssen die Schüler des Gymnasiums Norf zukünftig nicht zum Bio-Bauern gehen, sondern nur in den eigenen Schulgarten. Gemeinsam mit dem zdi-Netzwerk und der "GemüseAckerdemie" wird die Schule zum Bio-Schlaraffenland.

Im Rahmen der MINT-Offensive soll das erste Bienenvolk nach Karneval in das grüne Klassenzimmer einziehen. "Wir müssen warten, bis kein Frost mehr kommt", sagt der Schulleiter Stefan Kremer. Heute werden aber schon Materialien gekauft, aus denen die Schüler dann ein Haus für die Insekten zusammenbauen. Zum Schluss bekommen die vier Wände dann noch einen wetterfesten Anstrich.

"Wir starten mit einem Volk und hoffen bis zum Ende des Schuljahres dann schon vier zu haben", sagt Kremer. Damit das funktioniert, steht der Bienensachverständige der Stadt Neuss, Gino Collica, der Schule mit Rat und Tat zur Seite. Wenn alles gut gehe, solle auf dem Sommerfest bereits das erste Glas Honig für unter fünf Euro verkauft werden. Der Erlös soll der Finanzierung und Unterstützung der Arbeitsgruppe dienen.

"Wir haben einen sehr großen Schulgarten, den wir in einem Jahr wieder neu aufgebaut haben", sagt Kremer. Da ist es nachvollziehbar, das der jetzt voll genutzt werden soll. Deshalb sollen nicht nur Bienen dort summen, es soll auch Gemüse sprießen. Die "GemüseAckerdemie" möchte Kindern mithilfe von Gemüseanbau Wissen und Bewusstsein für den Umgang mit Lebensmitteln nahe bringen. Das Gymnasium Norf ist nun die erste und einzige "Ackerschule" in NRW. Die Schüler sollen regelmäßig im Schulgarten den Acker pflegen und am Ende natürlich Karotten und Zucchinis selber ernten. "Der Bio-Unterricht soll auch schon nach Ostern in unserem grünen Klassenzimmer stattfinden", sagt Kremer.

Neben den Schülern, die sich regelmäßig um den Garten kümmern, braucht es aber auch vor allem Lehrpersonal, das sich freiwillig dieser Aufgabe annimmt. Im Rahmen des Programms der "Gemüse-Ackerdemie" bekommen die Lehrer dazu regelmäßige Schulungen und Informationsmaterial.

(jms)