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GWG Neuss hat aktuell 249 Wohnungen in Planung oder Bau

Genossenschaft in Neuss : GWG hat aktuell 249 Wohnungen in Bau

Die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft (GWG) konnte im vergangenen Jahr 20 Wohnungen und acht Mieteinfamilienhäuser erstmals an ein Mitglied vermieten. Die hohe Fertigstellungsquote unterstreicht, wie die Bilanzsumme, die Vorstand Stefan Zellnig am Donnerstgabend in der Stadthalle der Vertreterversammlung vorstellte, mit 207,8 Millionen Euro einen Rekordwert erreicht hat: Die GWG investiert in den Bestand.

Und das geht so weiter. 249 Neubauwohnungen sind aktuell im Bau oder in der Planung, sagte Zellnigs Vorstandskollege Ulrich Brombach. Einen Schwerpunkt setzt die GWG dabei auf der Furth, wo gerade erst zwölf Wohnungen übergeben werden konnten, die im Haus Fesserstraße 16, das zuletzt von der Stadt als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden war, fertig wurden. Und gleich daneben sollen Mitte kommenden Jahres 40 Wohnungen in Mehrgenerationenhäusern bezugsreif werden, in denen auch eine Gruppenwohnung für demenziell Erkrankte entstehen wird. Am 16. September soll dieses einmalige Projekt ab 18 Uhr in der Römerstube, Römerstraße 85, Interessierten vorgestellt werden.

Insgesamt investierte die GWG, die über 68,9 Millionen Euro Eigenkapital verfügt, im vergangenen Jahr 18,9 Millionen Euro, fünf mehr als ein Jahr zuvor. 5,5 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen) davon flossen in Instandhaltungsmaßnahmen. So wandte die GWG allein 1,9 Millionen für die Modernisierung von 426 Bestandswohnungen auf. Dass die Genossenschaft bemüht ist, attraktive Wohnungen anzubieten, zahlt sich nach Angaben des Vorstandes aus: Leerstand? Fehlanzeige. Wer investiert, schmälert allerdings den Gewinn. Der sank von 2,5 Millionen im Jahr 2018 auf 1,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Heinz Runde betonte, dass die GWG weiterhin daran festhalten werde, als größter privater Wohnungsanbieter im Rhein-Kreis die Versorgung der Mitglieder mit Wohnungen zu angemessenen Preisen sicherzustellen. Das gilt auch in der Corona-Pandemie. So versichern Zellnig und Brombach in der jüngsten Mitgliederzeitschrift den Mietern: „Haben Sie keine Angst, infolge der Krise die Wohnung zu verlieren. Sprechen Sie uns an, wenn es knapp wird.“